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Mehr Deutsche und eine Kooperation

Mehr Deutsche und eine Kooperation

Homburg. Die Saar-Pfalz-Braves, wie sich der neue saarländische Basketball-Zweitligist mit Wurzeln in Kaiserslautern nennt, haben ihre neuen Büroräume in Homburg bezogen. Damit ist der Umzug aus der Pfalz vollzogen. Was nicht heißt, dass sich die Verantwortlichen der Braves nun ausruhen. "Es gibt noch einiges zu tun", meint Geschäftsführer Michael Littig (Foto: Dietze)

Homburg. Die Saar-Pfalz-Braves, wie sich der neue saarländische Basketball-Zweitligist mit Wurzeln in Kaiserslautern nennt, haben ihre neuen Büroräume in Homburg bezogen. Damit ist der Umzug aus der Pfalz vollzogen. Was nicht heißt, dass sich die Verantwortlichen der Braves nun ausruhen. "Es gibt noch einiges zu tun", meint Geschäftsführer Michael Littig (Foto: Dietze).

Der Kader hat schon konkrete Formen angenommen. Mit den beiden US-Amerikanern Whit Holcomb-Faye und Walt Baxley sowie den Deutschen Carl Mbassa und Robert Cardenas konnten bereits vier Neuverpflichtungen präsentiert werden. Dazu wurde der Vertrag von Marcus Smallwood bereits vor einigen Wochen verlängert. Weiter mit an Bord sind A2-Nationalspieler Tim Schwartz, Mirko Damjanovic und Dimitrij Kreis. Das bedeutet, dass sich die Braves-Fans von bekannten Gesichtern verabschieden müssen. Dazu gehört neben Center Alexander Zyskunov und den US-Amerikanern Daniel Ruffin, Pele Paelay und Dujuan Wiley auch Kapitän Michael Skender.

Insgesamt wird der Kader der Braves aus weniger US-Amerikanern als zuvor bestehen - ligaweit wird mehr auf deutsche Spieler gesetzt. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass ab der kommenden Saison eine neue Regel in Kraft tritt, die besagt, dass immer mindestens zwei Deutsche auf dem Feld stehen müssen. "Das bedeutet, dass man mindestens vier gute deutsche Spieler haben muss, wenn man davon ausgeht, dass kaum einer 40 Minuten durchspielen könnte und Foul- und Verletzungsprobleme einbezieht", erklärt Littig. "Besser sind natürlich fünf oder sechs. Uns passt das gut, da wir mehr auf den Nachwuchs setzen wollen."

Dazu streben die Braves neben der bereits vollzogenen Gründung einer Mannschaft in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) auch eine Kooperation mit einem Bundesligisten an. Einen Namen wollte Littig noch nicht offiziell verkünden, doch da bietet sich natürlich nur der TBB Trier an - was Littig nicht dementierte. Die Kooperation könnte so aussehen, dass Spieler aus Trier, die in der Bundesliga nur wenig Minuten bekommen, bei den Braves in der Pro A Erfahrungen auf hohem Niveau sammeln. Die Rechnung geht auch umgekehrt auf, wenn Braves-Spieler in Trier Bundesliga-Luft schnuppern können und sich in gemeinsamen Trainingseinheiten messen können.

Was den Braves noch fehlt, ist ein Trainer, da mit Uwe Sauer und Marcel Schröder keine Einigung erzielt werden konnte. Doch auch in diesen Verhandlungen sieht Littig die Braves auf einem guten Weg und glaubt, den neuen Mann an der Seitenlinie bald präsentieren zu können.

Unklar ist bisher aber noch die Zusammensetzung der Pro A für die kommende Saison. Das liegt vor allem an der BBL, aus der sich die Giants Nördlingen bereits freiwillig verabschiedet haben. Die Köln 99ers haben dazu gerade Insolvenz angemeldet. Deswegen drängt die BBL auf schnelle Gespräche mit dem Insolvenzverwalter der Köln 99ers und prüft einen Ausschluss der Rheinländer. Parallel dazu schrecken auch einige Aufsteiger aus der Pro B vor den hohen Rahmenbedingungen, vor allem dem Mindestetat von 40 .000 Euro oder der Zuschauerkapazität der Halle von mindestens 1800 zurück. Die neue Saison in der Pro A beginnt am 26. September.

Auf Einen Blick

Neben der Neuerung, dass stets zwei Deutsche auf dem Feld stehen müssen, wird in der Pro A das europäische Zählsystem eingeführt. Der Sieger einer Partie erhält zwei Punkte, der Verlierer einen. Tritt ein Team nicht an, erhält es keinen Punkt. Die "Sternchenwertung", die bei einem Nichtantreten verteilt wurde und Mannschaften bei Punktgleichheit am Ende der Saison nach hinten setzte, ist passé. Ab 2010/11 wird die Dreierlinie um 50 Zentimeter auf 6,75 Meter nach hinten verschoben. spr