KSC Dilsburg besiegt KF Oberthal in Bundesliga im Kegeln

Kegel-Bundesliga : Der KSC Dilsburg bezwingt den Meister

Das war spannend: Das Spitzenspiel der Kegel-Bundesliga zwischen dem Tabellenzweiten und Vizemeister KSC Dilsburg und dem Spitzenreiter sowie Titelverteidiger KF Oberthal stand vor dem Schlussblock auf Messers Schneide.

Die Gastgeberinnen lagen am Samstag nach dem ersten Block zurück und nach dem Mittelblock mit drei Holz in Führung (3018:3015 Holz). Dann zeigten sich die letzten KSC-Keglerinnen Sandra Keller und Johanna Theiß nervenstark: Keller warf 730 Holz, Theiß 738. Keine überragenden Zahlen, doch sie reichten zum Sieg. Denn die Oberthalerinnen Bianca Mayer und Maren Wirtz kamen auf der neuen Dilsburger Heimbahn in Neunkirchen nicht zurecht. Mayer warf 711 Holz. Bei Wirtz, die im Laufe ihrer Versuche durch Svenja Quinten ersetzt wurde, standen nur 700 Holz auf der Anzeigetafel. Dilsburg siegte mit 4487:4426 Holz (40:38 Einzelwertungspunkte).

„Mit den zwei Punkten sind wir super zufrieden. Denn das Spiel hätte auch zu unseren Ungunsten kippen können“, sagte Dilsburgs Mannschaftsführerin Elke Radau-Lambert. Beste KSC-Akteurin war die Ex-Oberthalerin Hannah Siebert, die im Mitteblock 794 Holz warf. „Hannah hat ein richtig gutes Spiel gemacht und uns damit ins Rollen gebracht“, sagte Radau-Lambert, die mit 765 Holz zweitbeste Akteurin ihrer Mannschaft war.

Trotz des Derby-Siegs verpasste Dilsburg den Sprung an die Spitze. Der wäre nur bei einem 3:0-Sieg gelungen. Neuer Spitzenreiter ist Preußen Lünen. Dilsburg bleibt Zweiter. Oberthal fiel auf Rang drei zurück. Mit ihrer Platzierung sind die Dilsburgerinnen glücklich – gerade mit Blick auf den Spielortwechsel vor der Runde von Landsweiler nach Neunkirchen (wir berichteten). „Wir sind im Soll und auf der neuen Heimbahn bislang besser zurechtgekommen, als wir gedacht hätten“, analysierte Radau-Lambert.

Dilsburg hat am kommenden Wochenende spielfrei. Am 9. November bestreitet der KSC sein letztes Vorrundenspiel. Um 13 Uhr ist der Tabellenfünfte KSF Wuppertal zu Gast.

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