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Juniorin Lindemann stiehlt allen die Show

Laura Lindemann zeigte in ihrem ersten Rennen bei den Profis einen couragierten Auftritt und kam auf Rang 13. Foto: Kubanek/SZ
Laura Lindemann zeigte in ihrem ersten Rennen bei den Profis einen couragierten Auftritt und kam auf Rang 13. Foto: Kubanek/SZ FOTO: Kubanek/SZ
Abu Dhabi. Für die vorderen Plätze reichte es für Deutschlands beste Triathleten beim Auftakt der WM-Serie am Samstag noch nicht. Doch der couragierte Auftritt einer Athletin, die noch bei den Juniorinnen starten darf, macht Mut. Agentur

Für große Freude fehlte Laura Lindemann im Ziel erst einmal die Kraft. "Es ist alles ganz gut gelaufen. Aber es war auch wirklich hart", gestand die Senkrechtstarterin des deutschen Triathlons am Samstag nach ihrem beeindruckenden Debüt in der World Triathlon Series in Abu Dhabi . Mit Platz 13 übertraf die Junioren-Weltmeisterin des vergangenen Jahres im ersten WM-Rennen der Saison alle Erwartungen und zeigte, dass mit ihr zu rechnen sein wird.

"Ich bin total happy", brachte die Potsdamerin dann doch noch hervor, als die erste Erschöpfung nach dem Rennen über die Sprint-Distanz von 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen verschwunden war. Großes Lob gab es auch von Cheftrainer Ralf Ebli: "Das Debüt als 13. ist sensationell." Dabei war sich die 18-Jährige vor ihrem ersten großen Wettkampf bei den Profis überhaupt nicht sicher, ob ihre Nominierung die richtige Entscheidung war. Die zahlreichen Glückwünsche ihrer Freunde wiegelte sie erst mal ab. "Ich freu mich auch, aber ich bin doch auch ein wenig unsicher ob meiner Form", sagte sie vor dem Rennen .

Doch die Zweifel der Schwimmspezialistin waren unbegründet. Schon in Abu Dhabi ließ sie viele namhafte Konkurrentinnen hinter sich und kam nach Rebecca Robisch (Triathlon-Freunde Saarlouis, 11.) und Hanna Philippin (Saarbrücken, 12.) als drittbeste Deutsche ins Ziel. Dafür musste sich Lindemann ganz schön quälen. Anders als bei den Juniorinnen-Wettkämpfen führte ihre Schwimmstärke nicht dazu, dass sie mit der Führungsgruppe aus dem Wasser stieg. "Dadurch wurde das Radfahren ebenfalls sehr hart. Härter, als ich es mir vorgestellt habe, muss ich gestehen. Da fehlt mir doch noch ein wenig an Training", gab sie zu. Beim Laufen kam dann auch noch Seitenstechen dazu, das die gebürtige Berlinerin aber ebenfalls wegsteckte.

Nicht ganz so optimal lief es für Deutschlands Top-Triathletin Anne Haug, die sich beim überlegenen Sieg der amerikanischen Weltmeisterin Gwen Jorgensen mit Platz 16 zufrieden geben musste. "Ein halbes Jahr Pause kann ich nicht wegzaubern", sagte Haug, die lange wegen einer Hüftverletzung ausgefallen war.

Die Männer konnten die Erwartungen dagegen nicht erfüllen. Beim Triumph des Spaniers Mario Mola kam Justus Nieschlag als bester Deutscher auf Rang 21 ins Ziel. Franz Löschke belegte Rang 29. Hoffnungsträger Gregor Buchholz vom LAZ Saarbrücken hatte kurz vor dem Start wegen einer Gehirnerschütterung passen müssen. Diese hatte er sich in der unmittelbaren Vorbereitung bei einem Radsturz zugezogen.