Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 00:00 Uhr

Westermann rechnet mit Kritikern ab: „Idioten können mich mal“

Hamburg. Seit Heiko Westermann in Hamburg spielt, wurde er immer wieder zur Zielscheibe der Kritik. Nach seiner starken Vorstellung beim 0:0 gegen Borussia Dortmund holte der HSV-Verteidiger zum Rundumschlag aus. sid

Erst legte Heiko Westermann Dortmunds Tormaschine Pierre-Emerick Aubameyang an die Kette, dann rechnete der Verteidiger des abstiegsbedrohten Hamburger SV mit seinen Kritikern ab. "Die Idioten, die meinen, den Fußball erfunden zu haben, können mich mal", schimpfte Westermann nach dem torlosen Remis gegen Borussia Dortmund und sorgte mit seiner Wutrede für den krachenden Schlussakkord eines ansonsten wenig spektakulären Nachmittags.

"Ich war die letzten fünf Jahre hier und habe meinen Arsch hingehalten. Wenn jemand was anderes denkt, soll er zu mir kommen. Ich lasse mir nicht meinen Namen kaputt machen", sagte Westermann, nachdem er mit 71 Prozent gewonnener Zweikämpfe bester Hamburger war.

Der Defensiv-Allrounder räumte gegen Aubameyang und Co. alles ab, was es abzuräumen gab und hatte damit maßgeblichen Anteil am Punktgewinn. Zunächst verteidigte der 31-Jährige auf der linken Außenbahn, nach der Verletzung von Kapitän Johan Djourou bot er innen eine starke Leistung. Der Ritterschlag kam von Dortmunds Trainer Jürgen Klopp . "Er ist der einzige Innenverteidiger vom HSV, der die Schnelligkeit für Aubameyang hat. Er läuft ihn zweimal ab", sagte Klopp anerkennend. Westermann, der 2010 für 7,5 Millionen Euro aus Schalke kam und bislang 149 Liga-Spiele für den HSV bestritt, dürfte die Komplimente mit Wohlwollen zur Kenntnis nehmen. Sein Vertrag läuft aus - bessere Argumente für eine Verlängerung gibt es kaum.

An Westermann scheiden sich an der Elbe aber seit jeher die Geister. Wegen des Hin und Hers zwischen Klasseleistungen und abenteuerlichen Aussetzern ist er bei vielen zum Sinnbild der Hamburger Krise geworden. Doch es gibt auch die andere Seite. Westermanns Fürsprecher nennen den stets kämpfenden Musterprofi in Anlehnung an Weltfußballer Cristiano Ronaldo ("CR7") liebevoll HW4 und schätzen seine bescheidene Art.