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Mit Silber um die Wette strahlen

Prag. Sechs Medaillen – die deutschen Leichtathleten haben bei der Hallen-Europameisterschaft in Prag überzeugt. Vor allem Weitspringerin Sosthene Moguerana aus Saarbrücken. Die 25-Jährige holte mit einer Top-Leistung Silber. Agentur

Die deutschen Leichtathleten haben in der Goldenen Stadt einige Glanzlichter gesetzt. Sechs Medaillen für das 39-köpfige deutsche Team bei den Hallen-Europameisterschaften in der Prager O2-Arena sind ein Mutmacher für die Sommersaison. Das einzige Gold zum Auftakt durch Kugelstoß-Weltmeister David Storl krönte die deutsche Vorstellung. Silber erkämpften Sprinter Christian Blum, Weitspringerin Sosthene Moguenara und Siebenkämpfer Arthur Abele. Als Dritte über 60 Meter schafften gestern zudem Verena Sailer und Julian Reus den Sprung aufs Podest.

Damit wurde das Ergebnis der Hallen-EM 2013 in Göteborg um eine Medaille übertroffen. Für den Höhepunkt der dreitägigen Titelkämpfe sorgte Stabhochsprung-Weltrekordler Renaud Lavillenie: Der Franzose katapultierte sich am Samstag über 6,04 Meter und holte sich den vierten EM-Hallentitel in Serie ab. Seine Ein-Mann-Show krönte er mit dem zwölften Sechs-Meter-Wettkampf seiner Karriere .

Ganz so große Sprünge machten die Deutschen zwar nicht, dennoch gab es Grund zum Jubel. Auch dank Weitspringerin Moguenara, die für den TV Wattenscheid startet, aber in Saarbrücken lebt und trainiert. Sie war nach dem größten Erfolg ihrer Karriere "überglücklich" und stürmte, als die Medaille klar war, auf Trainer Ulrich Knapp zu und umarmte ihn herzlich. "Ich glaube, das braucht noch Zeit, dass es in meinen Kopf geht", sagte die 25-Jährige, die im ersten Versuch 6,83 Meter sprang und somit das erste deutsche Edelmetall in dieser Disziplin holte seit EM-Bronze 2005 für die ehemalige Rehlingerin Bianca Kappler . Gold ging an Ivana Spanovic (Serbien), die mit 6,98 Metern einen Landesrekord aufstellte.