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Frankreich wankt ins Viertelfinale

Frankreich wankt ins Viertelfinale

Die französische Fußball-Nationalmannschaft hat sich nach hartem Kampf für das WM-Viertelfinale qualifiziert. Der Weltmeister von 1998 gewann in Brasilia in der Runde der letzten 16 gegen Afrika-Cup-Sieger Nigeria mit 2:0.

Jungstar Paul Pogba hat den strauchelnden Mitfavoriten Frankreich erlöst und die Equipe Tricolore in ein mögliches WM-Viertelfinale gegen Deutschland geführt. Der 21-Jährige von Juventus Turin erzielte beim 2:0 (0:0)-Zittersieg gegen Nigeria das späte Führungstor (79.). Nigerias Kapitän Joseph Yobo wendete mit einem Eigentor in der Nachspielzeit (90.+2) das durchaus drohende Aus der Franzosen in der ersten K.o.-Runde endgültig ab. Der Afrikameister verpasste damit zum dritten Mal nach 1994 und 1998 den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale. Dort stehen nun die Franzosen, die mit großem Interesse das zweite Achtelfinale zwischen der deutschen Elf und Algerien in Porto Alegre verfolgt haben. Sie sahen Deutschland siegen. Die Mannschaft von Trainer Joachim Löw wird damit der nächste Gegner von Les Bleus am Freitag (18 Uhr) im Maracana von Rio de Janeiro sein.

"Wir sind sehr glücklich. Der Gegner hat es uns sehr schwer gemacht, aber wir hatten noch Lösungen parat. Jetzt wollen wir natürlich auch das Viertelfinale überstehen", sagte Frankreichs Trainer Didier Deschamps, während Pogba mit seinen Emotionen zu kämpfen hatte: "Dafür gibt es keine Worte. Dieses Tor hat uns alle befreit. Eine ganze Nation steht hinter uns. So für mein Team und mein Land zu treffen, ist einfach unglaublich. Das ist einer der größten Momente meiner Karriere."

Die Enttäuschung der Afrikaner war groß. "Es ist schon sehr schade. Wir hatten es wirklich nicht verdient zu verlieren. Wir haben gezeigt, dass wir zu den besten Mannschaften der Welt gehören", sagte Nigerias Trainer Stephen Keshi.

Die Franzosen hatten von Beginn an große Probleme mit dem unorthodoxen Spiel der Nigerianer, die bissig in die Zweikämpfe gingen und mit ihrer schnellen Offensivspielern immer gefährlich waren. Nach der Pause ging das zähe Ringen weiter bis Trainer Didier Deschamps reagierte. Er brachte Antoine Griezmann für Olivier Giroud und beorderte den bis dahin ebenfalls enttäuschenden Benzema in die Sturmspitze (62.) - es war der entscheidende Schachzug des Spiels. Frankreich spielte befreiter und traf kurz vor Schluss.