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„Wir haben sehr gute Chancen“

„Wir haben sehr gute Chancen“

Frankreich sieht sich gerüstet für das Viertelfinal-Spiel gegen Deutschland. Trotz mäßiger Leistung beim 2:0 im Achtelfinale gegen Nigeria zeigen Trainer Didier Deschamps und seine Spieler wenig Respekt vor den Deutschen.

Didier Deschamps zog sich gestern im Trainingsquartier der Franzosen in Ribeirão Preto erst mal zum Videostudium auf sein Zimmer zurück. Denn als tags zuvor der Viertelfinal-Gegner der Franzosen ermittelt wurde, saßen Deschamps und seine Spieler im Flugzeug. Nachdem der Trainer sich die eher enttäuschende deutsche Vorstellung gegen Algerien in Ruhe betrachtet hatte, war er sich sicher: "Wir haben sehr gute Chancen. Wir werden uns gut vorbereiten und einen großen Kampf liefern."

Wählte der 45-Jährige noch moderate Töne, gaben sich die französischen Spieler vor dem Duell mit der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw am Freitag (18 Uhr/ARD ) in Rio de Janeiro weniger zurückhaltend. "Wir haben keine Angst", sagte Paul Pogba, der den wenig überzeugenden 2:0 (0:0)-Erfolg im Achtelfinale gegen Afrika-Meister Nigeria eingeleitet hatte (79. Minute). Kapitän Hugo Lloris lobte die deutsche Mannschaft trotz des schwachen Auftritts im Spiel gegen Algerien zwar "als fantastisches Team mit talentierten Spielern, die wie Maschinen sind", doch auch der Torhüter der Franzosen strotzt nur so vor Selbstvertrauen: "Für uns gibt es kein Limit bei dieser WM."

Deschamps hat zu dieser Überzeugung beigetragen. Zehn WM-Spiele hat der Weltmeister von 1998 als Spieler und Trainer nun bestritten, verloren hat er keins. Die stolze Serie soll gegen den dreimaligen Weltmeister Deutschland ausgebaut werden. Der Viertelfinal-Einzug, stellte Deschamps fest, sei zwar ein großes Glücksgefühl: "Aber das Turnier ist für uns noch nicht zu Ende, es war nur eine Etappe."

Das Zwischenziel, das erst nach dem Eigentor von Nigerias Kapitän Joseph Yobo endgültig erreicht war (90.+2), feierten die Franzosen nach Spielschluss mit Jubelgesängen in der Kabine ausgelassen. Als wichtigstes Kriterium für den Erfolg nannten die Spieler den Zusammenhalt. "Bei uns herrscht ein guter Geist in der Mannschaft", betonte Lloris, während Mathieu Valbuena erklärte: "Wir sind 23 Brüder."