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FC Homburg startet am Montag in die Rückrunden
Stegerer glaubt noch an die Minimalchance

Tim Stegerer ist nicht rundum zufrieden mit der Hinrunde.
Tim Stegerer ist nicht rundum zufrieden mit der Hinrunde. FOTO: Robin Burkart
Homburg. Der FC Homburg startet mit einem TV-Livespiel gegen Wormatia Worms in die Regionalliga-Rückrunde. Von Ralph Tiné

Der Stachel im Homburger Fleisch sitzt noch. „Wir haben gegen Worms noch was aus dem Hinspiel gutzumachen“, erinnert Tim Stegerer an die unglückliche 1:2-Niederlage des FC Homburg bei Wormatia Worms. Der Aufsteiger steckte die Auftaktniederlage in der Fußball-Regionalliga Südwest allerdings gut weg und stieß mit der folgenden Siegesserie zwischenzeitlich bis auf den ersten Tabellenplatz vor. Wenn der FCH am heutigen Montag um 20.15 Uhr (live bei Sport1) im heimischen Waldstadion in die Rückrunde startet, soll vom Start weg alles passen.


„Wir müssen in den nächsten drei Wochen die Punkte holen“, fordert Trainer Jürgen Luginger von der Mannschaft, bis zur Winterpause den Startblock für die Restrunde im nächsten Jahr schon einmal auszurichten. Ziel ist es laut Stegerer, „in der Rückrunde mehr Punkte einzufahren als in der Hinrunde“. Der Außenverteidiger und Vizekapitän des FCH, der bisher in allen Spielen die vollen 90 Minuten auf dem Platz gestanden hat, spricht von einer „recht ordentlichen“ Hinrunde. Stegerer kennt aber auch die Kritikpunkte und teilt diese: „Wir haben in der Hinrunde sechs Niederlagen hinnehmen müssen. Das sind meiner Meinung nach zu viele. Wir hätten mehr Punkte sammeln können, aber wir haben einiges unglücklich liegen lassen.“

Nach dem starken Saisonbeginn mit fünf Siegen aus den ersten sechs Spielen begann beim FCH eine fußballerische Achterbahnfahrt mit krassen Leistungsschwankungen. So wechselten sich unerklärlich schwache Darbietungen gegen Abstiegskandidaten wie Hessen Dreieich (0:1), den FSV Frankfurt (1:2) oder Eintracht Stadtallendorf (0:0) mit zum Teil glänzenden Auftritten gegen hoch einzuschätzende Konkurrenten wie den SC Freiburg II (2:1), den 1. FC Saarbrücken (2:1) oder Kickers Offenbach (2:1) ab.



Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass der FCH ohne die angesprochenen Leistungstiefs deutlich mehr als die eingespielten 29 Zähler auf seinem Konto haben könnte – und dann womöglich auf Augenhöhe mit Spitzenreiter SV Waldhof Mannheim wäre. Da diese Rechnerei allerdings nichts an den Fakten ändert, ist es nachvollziehbar, dass Stegerer sagt: „Über den Aufstieg brauchen wir jetzt nicht zu reden.“

Trainer Luginger will von einem eventuellen Aufstieg ohnehin nichts wissen. Bei den Spielern scheint sich die Hoffnung, noch einmal oben angreifen zu können, allerdings noch nicht vollends verflüchtigt zu haben. Stegerer weiß zwar, dass die Chancen der Konkurrenz angesichts der bisher demonstrierten Übermacht der Waldhöfer äußerst gering sind. Er spricht aber auch davon, dass sich der FCH vielleicht noch einmal „in Schlagdistanz bringen“ könnte, sollte Waldhof das gezeigte Niveau in der Rückrunde nicht halten können. Die Grundvoraussetzung, um noch einmal Kontakt nach ganz oben herzustellen, ist so oder so klar: Die Grün-Weißen müssten eine nahezu perfekte Rückrunde abliefern – angefangen mit einem Heimsieg im TV-Livespiel gegen Worms.