1. Saarland

Wenn Schnarchen lebensgefährlich wird

Wenn Schnarchen lebensgefährlich wird

Sulzbach. Erholsamer Schlaf - davon konnte Horst Gimmler in den vergangenen Monaten nur träumen: "Ich wurde mitten in der Nacht mehrmals wach und musste nach Luft schnappen", berichtet Gimmler, inzwischen Patient des Sulzbacher Knappschaftskrankenhauses. Der Mann gehört zu den rund 30 Prozent Deutschen, die an einer Schlafstörung leiden. Prof. Dr

Sulzbach. Erholsamer Schlaf - davon konnte Horst Gimmler in den vergangenen Monaten nur träumen: "Ich wurde mitten in der Nacht mehrmals wach und musste nach Luft schnappen", berichtet Gimmler, inzwischen Patient des Sulzbacher Knappschaftskrankenhauses.Der Mann gehört zu den rund 30 Prozent Deutschen, die an einer Schlafstörung leiden. Prof. Dr. Hans-Willi Maria Breuer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Knappschaftskrankenhaus, diagnostizierte bei ihm ein sogenanntes Schlafapnoe-Syndrom, so der Fachbegriff für krankhaftes Schnarchen, das zu Atemaussetzern führt.

Welche Risikofaktoren das Auftreten dieser Krankheit begünstigen und welche gesundheitlichen Folgen das Schlafapnoe-Syndrom hat, erklärte Breuer jetzt bei der Vorstellung seiner Studie "Hypertonie, metabolisches Syndrom, Prädiabetes, Diabetes und obstruktives Schlafapnoe-Syndrom".

Die Studie hat Breuer von 2003 bis 2010 während seiner damaligen Tätigkeit im Malteser-Krankenhaus St. Carolus im sächsischen Görlitz gemacht. Sie befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Schnarchen, Bluthochdruck und Diabetes sowie der Kombination mehrerer Erkrankungen.

"Im Rahmen der Studie habe ich rund 2500 Patienten untersucht. Dabei zeigten sich eindeutige Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Erkrankungen", berichtet der Mediziner.

So litten übergewichtige Menschen mit einem großen Bauchumfang deutlich häufiger an Schlafapnoe. 22 Prozent der von krankhaftem Schnarchen Betroffenen litt außerdem an einer Diabetes und einem grenzwertigen Bluthochdruck. Bei der Vergleichsgruppe von Übergewichtigen ohne Schlafapnoe waren lediglich 16 Prozent von Diabetes und Bluthochdruck betroffen.

Für die Betroffenen hatte der Chefarzt dennoch gute Nachrichten: Die Symptome des Schlafapnoe-Syndroms lassen sich mithilfe einer Schlafmaske, durch die Luft in die Nase des Patienten gepresst wird, beheben.