Verse schmieden in Mundart

Verse schmieden in Mundart

Weiskirchen. Über 70 Schülerinnen und Schüler der Eichenlaubschule Weiskirchen beteiligten sich unter Anleitung ihrer Lehrerinnen Anika König und Nadine Pickard am diesjährigen Kreismundartwettbewerb

Weiskirchen. Über 70 Schülerinnen und Schüler der Eichenlaubschule Weiskirchen beteiligten sich unter Anleitung ihrer Lehrerinnen Anika König und Nadine Pickard am diesjährigen Kreismundartwettbewerb. Während einer Feierstunde im Schloss Fellenberg wurde die Schule kürzlich bereits geehrt, und Schulleiter Günter Peifer erhielt aus der Hand des Schirmherrn, Sparkassendirektor Frank Jakobs aus Merzig, ein Geldgeschenk für ihre vorbildliche Leistung.Da nicht alle Schüler der Feierstunde in Merzig beiwohnen konnten, erschien dieser Tage der Vorsitzende des Kreisheimatvereins (KHV) Hubert Schommer in der Schule und überreichte im Beisein von Schulleiter Peifer und der beiden Lehrerinnen jedem Schüler, der ein Mundartgedicht erstellt hatte, das neueste Merzig-Waderner Geschichtsheft.

Das Geschichtsheft hat die Erlebnisse des Zeitzeugen Reinhold Junges aus dem Kreis Merzig-Wadern zum Inhalt, der als junger Soldat den Zweiten Weltkrieg in Russland erlebt hatte. Die Schüler erfahren in dem Buch die Grausamkeiten eines Krieges. Sie erkennen, dass Krieg ein organisierter und unter Einsatz erheblicher Mittel mit Waffen und Gewalt ausgetragener Konflikt darstellt, dem unzählige unschuldige Menschen zum Opfer fallen. Das Buch wird, so Schommer, zu einer ausführlichen Diskussion über Sinn und Zweck von Kriegen und ihre Folgen führen.

Auch die Zeit vor dem Krieg wird geschildert, als Hitler an die Macht kam. Bis ins kleinste Dorf waren die Folgen erkennbar und die katholischen Jugendgruppen, die früher sehr zahlreich waren, wurden auch im Kreis Merzig-Wadern drastisch in ihrer Arbeit gestört, bis sie schließlich verboten wurden und die Hitler-Jugend sich breit machte.

Auch die Lage und die Aufbauarbeit in unseren Dörfern nach dem verlorenen Krieg werden in dem Buch anschaulich beschrieben. Schulleiter Peifer und die Lehrerinnen bedankten sich im Namen der Schülerinnen und Schüler für diese Geschenke, und bestätigten, dass sie dieses authentische Buch auch im Geschichtsunterricht der Schule einsetzen werden.

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