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Schaumbergbad bleibt ein Magnet

Schaumbergbad bleibt ein Magnet

Tholey. Noch zwei Tage hat das Schaumbergbad in der Gemeinde Tholey in diesem Jahr noch geöffnet. An der Gesamtbesucherzahl wird sich nicht mehr viel ändern. Die schätzte Bürgermeister Hermann Josef Schmidt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates auf knapp 260000. Sie habe damit leicht abgenommen. Schmidt rechnet mit etwa 10000 Gästen weniger als im letzten Jahr

Tholey. Noch zwei Tage hat das Schaumbergbad in der Gemeinde Tholey in diesem Jahr noch geöffnet. An der Gesamtbesucherzahl wird sich nicht mehr viel ändern. Die schätzte Bürgermeister Hermann Josef Schmidt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates auf knapp 260000. Sie habe damit leicht abgenommen. Schmidt rechnet mit etwa 10000 Gästen weniger als im letzten Jahr. Ein Teil des Rückganges sei wohl auf die Eröffnung des Wendelinusbades in St. Wendel zurückzuführen.Im Rahmen der Haushaltsberatungen beschäftigte sich der Gemeinderat auch mit dem Eigenbetrieb Freizeit und Fremdenverkehr, zu dem das Erlebnisbad und die gemeindeeigenen Hallen und Dorfgemeinschaftshäuser gehören. Im kommenden Jahr geht die Gemeinde bei diesem Eigenbetrieb von einem Jahresverlust von 1,38 Millionen Euro aus. 669000 Euro entfallen dabei auf die Hallen, das sind 109000 Euro mehr als in diesem Jahr, 706000 Euro Defizit wird das Erlebnisbad haben, das sind 148000 Euro mehr dieses Jahr.Badgäste aus nah und fernFür Schmidt und die CDU-Mehrheit im Gemeinderat ist das Erlebnisbad wichtig, um Gäste aus nah und fern an den Schaumberg zu ziehen. Deshalb wird man weiter in die Attraktivitätssteigerung investieren. In diesem Jahr ist mit dem Tablinum für 220000 Euro ein neuer Seminar- und Gastroraum gebaut worden. Dort finden regelmäßig Vorträge statt. Der Raum kann auch für Feiern genutzt werden und wird laut Schmidt gut angenommen. Im nächsten Jahr sollen 350000 bis 400000 Euro in die Erweiterung der Sauna fließen. Die bisherigen Saunen sind an manchen Tagen zu klein.Aber auch an und in den Hallen wird sich nächstes Jahr einiges tun. So sind für Investitionen in der Kulturhalle Hasborn 100000 Euro vorgesehen, für das Dorfgemeinschaftshaus Überroth-Niederhofen 150000 Euro, die Sport- und Kulturhalle Theley 70000 Euro. Auch wenn das Erlebnisbad in einem Eigenbetrieb organisiert ist, das Defizit muss die Gemeinde bezahlen. Dieses Defizit ist der SPD-Opposition im Rat schon seit Jahren zu hoch. In den Haushaltsberatungen sprach sich SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus-Dieter Kirsch dafür aus, eine interkommunale Lösung zu suchen. Schließlich kämen die Gäste ja nicht nur aus der Gemeinde Tholey. Er habe Zweifel, dass sich eine Gemeinde findet, die bereit ist, sich an den Kosten des Bades zu beteiligen, entgegnete Bürgermeister Hermann Josef Schmidt. Das Defizit sei für ein Bad dieser Größenordnung der beste Wert, den er kenne. Schmidt: "Die touristische Entwicklung wäre ohne das Bad längst nicht so gut. Die Gemeinde Tholey wäre ohne dieses Bad ärmer." CDU-Fraktionsvorsitzender Ludwin Scherer wies darauf hin, dass durch das Bad 70 bis 80 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Auf einen BlickDie Gemeinde Tholey ist Gesellschafter der Kommunalen Dienste Tholey. Diese erschließt im Auftrag der Kommune auch Baugebiete. So läuft der Verkauf der Baustellen in dem Neubaugebiet Vor Lehm-Helgärten in Theley. Geplant ist im kommenden Jahr die Erschließung des Neubaugebietes Auf der Scheuer, zweiter Bauabschnitt, für 400000 Euro.Tholey ist auch ein Gesellschafter der deutsch-französischen Begegnungsstätte GmbH. Diese will im kommenden Jahr die Sanierung des Schaumbergturmes angehen. Unter anderem ist hier ein zweiter Treppenaufgang als Anbau aus Glas vorgesehen.Am Hofgut Imsbach sind im Jahr 2009 Investitionen von 100000 Euro vorgesehen, im Wareswald ist ein Rahmenplan verabschiedet worden, der die Grundlage für die künftige Gestaltung des Geländes bilden soll. vf