Blitzschnell war das Eis da

Vorsichtig mussten Fußgänger am Freitag auf den Gehwegen balancieren. Blitzeis hatte sie ebenso wie Straßen teils in regelrechte Rutschbahnen verwandelt. Dennoch verzeichnete die Polizei kaum Unfälle.

Kaum sind die Menschen im Landkreis St. Wendel sprichwörtlich ins neue Jahr gerutscht, ging es auf den Straßen der Region tatsächlich rutschig zu. Regen, der am frühen Freitagmorgen auf den kalten Asphalt fiel, wurde binnen Sekunden zu Eis. Trotz der teils spiegelglatten Fahrbahnen kam es im St. Wendeler Land nur zu wenigen Unfällen.

So berichtet die Polizei in Türkismühle von zwei Autos, die jeweils im Straßengraben landeten. Glättebedingt kam ein Autofahrer mit seinem Wagen an der Auffahrt zur Autobahn bei Nonnweiler von der Fahrbahn ab. Gleiches wiederfuhr einem Fahrer zwischen Otzenhausen und Neuhütte. Verletzt wurde bei den unfreiwilligen Rutschpartien niemand. Laut Polizei blieb es bei Blechschäden .

Spiegelglatt war auch die Zufahrt zu Center-Parcs am Bostalsee. Wie die Türkismühler Beamten mitteilen, war die Straße zum Ferienpark zwischen 8 und 10 Uhr nicht befahr. Danach entspannte sich die Situation. Und das nicht nur dort, sondern allmählich auch im restlichen Landkreis. Mit Bedacht waren auch die Autofahrer im Zuständigkeitsbereich der St. Wendeler Polizei unterwegs. Hier registrierten die Beamten keine glättebedingten Unfälle.

Teils Verspätung bei Bussen

Trotz des Blitzeises am Vormittags lief der Busverkehr im Kreis überwiegend störungsfrei weiter. Die Saar-Pfalz-Bus GmbH meldete auf SZ-Nachfrage keine Ausfälle, sondern lediglich Verspätungen der Busse. Ähnlich die Situation bei Behles Bus. Das Unternehmen spricht von Verspätungen im Raum Freisen. Ein Fahrer habe bei Roschberg spiegelglatte Straßen gemeldet.

Dass es bei Schnee und Eis nicht nur wichtig ist, Gehwege zu räumen, sondern auch die Dächer von Fahrzeugen, zeigt ein Beispiel am Freitagmorgen eindrucksvoll. Auf der Autobahn A 1 knallte plötzlich eine Eisscholle in die Frontscheibe eines Autos. Sie riss auf der Beifahrerseite ein 40 mal 20 Zentimeter großes Loch in die Scheibe und blieb schließlich auf dem Rücksitz des Wagens liegen. Die Eisscholle hatte sich von der Plane eines Kleinlasters gelöst. Wie die Polizeiautobahnstation Schweich mitteilte, war die Beifahrerseite nicht besetzt, nur deshalb wurde bei diesem Unfall niemand verletzt.