Realschulen in Oberthal und Namborn werden zusammengelegt

Realschulen in Oberthal und Namborn werden zusammengelegt

Oberthal. Die Erweiterte Realschule Namborn-Oberthal wird nicht geschlossen, sondern die Standorte Oberthal und Namborn werden zusammengelegt. Schulleiter Wolfgang Zeitz ist es wichtig, dass das Gerede über eine komplette Schulschließung ein Ende hat. "Der alleinige Schulstandort soll aller Voraussicht nach Namborn sein, dieser Standort ist sicher und soll weiter ausgebaut werden

Oberthal. Die Erweiterte Realschule Namborn-Oberthal wird nicht geschlossen, sondern die Standorte Oberthal und Namborn werden zusammengelegt. Schulleiter Wolfgang Zeitz ist es wichtig, dass das Gerede über eine komplette Schulschließung ein Ende hat. "Der alleinige Schulstandort soll aller Voraussicht nach Namborn sein, dieser Standort ist sicher und soll weiter ausgebaut werden." Er stellte klar, dass pädagogische Konzepte entwickelt würden, die eine Aufwertung der kreativen Fächer zum Ziel haben, im kommenden Schuljahr soll es wieder eine Musikklasse geben, angedacht sind eine Theater- und eine Tanz-AG. Eine gute Schule, so Zeitz, definiere sich aber nicht nur über ihre Veranstaltungen, Aktionen und Präsenz in der Presse, sondern vor allem über ihre Ergebnisse. "Und die konnten sich in den vergangenen Jahren sehen lassen, schon allein gemessen an der überdurchschnittlichen Zahl der Schüler, die in Oberthal ihren Abschluss schafften, die aufs Gymnasium wechselten und dort vorzeigbare Leistungen zeigten."Hintergrund der Pläne des Landkreises als Schulträger sind nach Angaben von Landrat Udo Recktenwald zurückgehende Schülerzahlen im Landkreis St. Wendel. Vor allem kleine Schulstandorte seien mittelfristig nicht mehr tragfähig. Die Entscheidung zugunsten des Namborner Standortes ergäbe sich auf Grund pädagogischer, ökonomischer und sozialer Rahmenbedingungen. Während die Umbaumaßnahmen in Oberthal finanziell nicht realisierbar seien, biete Namborn mit seinen 30 Sälen durchaus die räumlichen Möglichkeiten, die 100 Schüler aus Oberthal zu integrieren. Die Umbaumaßnahmen sollen vier Wochen vor den Sommerferien beginnen und zum Schuljahr 2011/12 abgeschlossen sein. Vorrangige Maßnahmen sind die Neuerrichtung eines Verwaltungsbereiches, die Erweiterung und Modernisierung der Funktionsräume für die Fächer Naturwissenschaft und Arbeitslehre sowie die Renovierung der Turnhalle.

Im Haushaltsentwurf des Kreises stünden Mittel für den Ausbau des Namborner Schulstandortes bereit, berichtete Uwe Luther vom Kreisbauamt. Er versprach die Schulleitung sowie die Kollegen der Naturwissenschaften und der Arbeitslehre in die Planungen zum Umbau miteinzubeziehen.

Befürchtungen seitens der Eltern, dass die Pläne in den nächsten Jahren das endgültige Aus für die Schule bedeuten, konnte Recktenwald entgegen wirken. Er betonte, dass die Maßnahme derZukunftssicherung des Standortes dienen solle. Das Geld, das der Kreis durch den Wegfall des Oberthaler Standortes einsparen wird, solle dem Standort Namborn zugute kommen. Luther bestätigte, dass die doppelte Infrastruktur an beiden Standorten dazu geführt habe, dass beide Standorte gegenüber größeren Standorten vernachlässigt wurden. In Zukunft solle dies nicht mehr der Fall sein. red

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