"ERS-Schulstandorte Namborn, Primstal und St. Wendel erhalten"

"ERS-Schulstandorte Namborn, Primstal und St. Wendel erhalten"

St. Wendel. Im Rahmen der Schulentwicklungsplanung ist der Landkreis St. Wendel als Schulträger der weiterführenden Schulen darum bemüht, trotz zurückgehender Schülerzahlen, in den nächsten Jahren die wohnortnahen Bildungsangebote zu erhalten und zukunftssicher zu machen

St. Wendel. Im Rahmen der Schulentwicklungsplanung ist der Landkreis St. Wendel als Schulträger der weiterführenden Schulen darum bemüht, trotz zurückgehender Schülerzahlen, in den nächsten Jahren die wohnortnahen Bildungsangebote zu erhalten und zukunftssicher zu machen. Landrat Udo Recktenwald: "Die Planung zielt darauf ab, neben den stark nachgefragten Gymnasien, den Gesamtschulen in Marpingen und Türkismühle sowie den Erweiterten Realschulen (ERS) in Freisen und Theley auch die Realschulen in St. Wendel, Namborn und Primstal zu sichern. Vor diesem Hintergrund würde ich die Umwandlung der beiden Schultypen in Gemeinschaftsschulen begrüßen, um die unsinnige Konkurrenzsituation zwischen Gesamt- und Realschule zu überwinden. Neben dem achtjährigen Gymnasium stellt die Gemeinschaftsschule als zweite Säule mit Hauptschul- und mittlerem Bildungsabschluss sowie der Möglichkeit zum neunjährigen Abitur eine sinnvolle Alternative dar. Der Weg zum Abitur sollte dabei in Verbindung mit dem Oberstufengymnasium der beruflichen Schulen erfolgen."Um die Standorte zu sichern, hat der Kreistag bereits mit Blick auf Namborn und St. Wendel wichtige Entscheidungen getroffen. Einerseits wird die ERS Namborn-Oberthal ab Schuljahr 2011/2012 in Namborn zusammengelegt, verbunden mit verbesserten Arbeitsbedingungen. Andererseits wird die Erweiterte Realschule St. Wendel als gebundene Ganztagsschule ein völlig neues Alternativangebot zur Halbtagsschule darstellen.

Auch der Standort Primstal als weiterführende Schule soll zukunftssicher gemacht werden. "In einem Gespräch hat mir der Bildungsminister zugesagt, dass die Schulleiterstelle ausgeschrieben und neu besetzt wird", unterstreicht Recktenwald. Der jetzige Schulleiter geht Ende des Schuljahres in den Ruhestand. "Die Neubesetzung ist ein deutliches Signal für die Zukunft und unterstreicht, dass es Land und Landkreis gemeinsam daran liegt, die Schule zu erhalten und fortzuführen. Gemeinsam mit dem neuen Schulleiter wird daran gearbeitet, das Profil der Schule zu schärfen und ihre Vorteile als kleine Schule herauszustellen. Denn eine kleine Schule ist für manche Schüler eine gute Alternative, da sie besondere Förderchancen und Lernbedingungen bietet", sagt der Landrat. red