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Nonnweiler profitiert vom Premiumwanderweg

Nonnweiler profitiert vom Premiumwanderweg

Nonnweiler. Er ist "Deutschlands schönster Wanderweg 2009" in der Kategorie Weitwanderwege, der Saar-Hunsrück-Steig. Mehr als 100 000 Wanderer sollen ihn allein im Jahr 2008 erlebt haben. Der Steig führt auf einer Länge von fast acht Kilometern durch die Gemeinde Nonnweiler

Nonnweiler. Er ist "Deutschlands schönster Wanderweg 2009" in der Kategorie Weitwanderwege, der Saar-Hunsrück-Steig. Mehr als 100 000 Wanderer sollen ihn allein im Jahr 2008 erlebt haben. Der Steig führt auf einer Länge von fast acht Kilometern durch die Gemeinde Nonnweiler. Wie wirkt sich der hoch gelobte Steig auf die Hochwaldgemeinde aus?Exakte Zahlen, wie viele Wanderer den Saar-Hunsrück-Steig auf dem Gebiet der Gemeinde Nonnweiler schon gegangen sind, haben Bürgermeister Hans-Uwe Schneider und sein Tourismusfachmann Thomas Finkler nicht. Es gibt aber verschiedene Anhaltspunkte, dass der Weg gut nachgefragt wird. "Man sieht immer mehr Wanderer mit ihren Rucksäcken im Ort", sagt Hans-Uwe Schneider. Die neue Tourist-Info im Untergeschoss der ehemaligen Villa Straub direkt neben dem Rathaus werde immer häufiger angelaufen, ergänzt Finkler. Und Gastronomen und Hoteliers sprechen von einem guten Zuspruch von Wanderern. Hotelier und Gastronom Klaus Simon, Inhaber der Parkschenke in Nonnweiler, sagt auf SZ-Anfrage: "Wanderer, aber auch Radfahrer, sind ein ganz wichtiges Klientel." Sie machen mittlerweile etwa 20 Prozent seiner Übernachtungsgäste aus. Er habe fast immer Wanderer im Haus, so Simon. Der künftig eine Pauschalangebot für Wanderer mit drei bis vier Übernachtungen anbieten will, der sein Haus wanderfreundlich umgestaltet und zertifizieren will.Gut angenommen wird laut Finkler auch der Wanderbus, der die Route des Steiges in einem bestimmten Rhythmus abfährt und die Wanderer wieder zu ihren Ausgangspunkten zurückbringt. Außerhalb der Ferien fährt der Bus allerdings nur an Wochenende. Ziel müsse es sein, dieses Angebot auszubauen, so Fachmann Finkler.Die Tourist-Info ist für Finkler und Schneider eine wichtige Anlaufstelle der Gäste in der Ortsmitte. Sie öffnet schon um 8.30 Uhr und versorgt die Besucher mit allerlei Informationen. Thomas Finkler und Nadine Gabriel betreuen die Besucher. Sie können zum Beispiel sagen, wo die Gäste übernachten können. Oder die aktuellen Wetterdaten weitergeben. Natürlich gibt es auch Karten und Artikel rund um den Saar-Hunsrück-Steig zu kaufen. In der Tourist-Info sind auch einige Fundstücke von den Ausgrabungen auf dem Hunnenring ausgestellt. Viele Gäste kommen auch am Wochenende. Dem trägt die Tourist-Info Rechnung, indem sie bis Ende Oktober samstags und sonntags von zehn bis zwölf Uhr zusätzlich öffnet.Aber auch wenn die Tourist-Info geschlossen hat, soll der Gast bald nicht mehr ohne Informationen bleiben. Im Vorraum wird ein Computer installiert. An diesem soll man Daten abfragen können, so das Unterkunftsverzeichnis oder Busverbindungen, um nur zwei Beispiele zu nennen.Der Saar-Hunsrück-Steig ist insgesamt 180 Kilometer lang, er beginnt bei der Saarschleife in Orscholz und führt bis nach Idar-Oberstein und in einer Abzweigung nach Trier. Nonnweiler erreicht er vom Wadrilltal mit der Grimburg über Hermeskeiler Bann durch das Forstelbachtal. Er führt dann über die Talsperre über den Hunnenring Richtung Erbeskopf. Für die Unterhaltung des Weges auf dem Teilstück ist die Gemeinde verantwortlich. Zwei Wanderscouts betreuen ehrenamtlich den Weg.Mit der Hochwaldtafeltour, die in Sitzerath startet, hat Nonnweiler zudem einen weiteren, gut frequentierten Rundwanderweg. Noch in diesem Jahr fertig wird auch der Premiumwanderweg "Primstaler Panoramaweg".