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Eine geschichtliche Reise zu den Kelten und Römern

Eine geschichtliche Reise zu den Kelten und Römern

Wadern. Der Ringwall, genannt "Hunnenring", von Otzenhausen ist eine der eindrucksvollsten keltischen Befestigungsanlagen in Europa. Erbaut im ersten Jahrhundert vor Christus zeugen noch heute zehn Meter hohe Mauern von dem monumentalen Denkmal

Wadern. Der Ringwall, genannt "Hunnenring", von Otzenhausen ist eine der eindrucksvollsten keltischen Befestigungsanlagen in Europa. Erbaut im ersten Jahrhundert vor Christus zeugen noch heute zehn Meter hohe Mauern von dem monumentalen Denkmal. Mit seinem Einzugsgebiet von rund zehn Kilometern stand auch das Gebiet um die heutige Stadt Wadern in der Eisenzeit unter dem Einfluss der mächtigen Keltenfestung. Seit zehn Jahren gräbt die Terrex gGmbH gemeinsam mit der Gemeinde Nonnweiler sowie der WIAF gGmbH an der Wehranlage und in deren Umgebung. Referent Fritsch ist Projektleiter der Ausgrabungen und berichtet über die neuesten Forschungsergebnisse und die damit verbundenen Erkenntnisse zu den historischen Abläufen in der Hochwaldregion. Neben den wichtigen Befunden zur Genese der mächtigen Keltenfestung werden auch geheimnisvolle Wehranlagen der Römer bei Hermeskeil und prächtige Grabfunde der Kelten und Römer vorgestellt und in Bezug gesetzt. In neueren Forschungen geht man davon aus, dass es sich bei dem Wall um eine befestigte Siedlungsanlage, wahrscheinlich um den Stammsitz eines treverischen Fürsten, handelt. Die Bauphase des keltischen Oppidums wird in die Zeit der gallischen Kriege, um 70 vor Christus, datiert. 2200 Meter lange Steinwälle umschließen die 20 Hektar große keltische Befestigungsanlage. Mit "Treffpunkt Heimat" hat der Verein für Heimatkunde Wadern eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, in der geschichtliche und kulturelle Themen rund um Wadern, die Region und den Hochwaldraum im Mittelpunkt stehen. Ausdrücklich ist hier mit "Wadern" die gesamte Stadt mit allen 14 Stadtteilen und 24 Dörfern gemeint. Wichtig ist dabei auch der Blick über den Tellerrand des Stadtgebietes hinaus, denn ein Ort kann nie isoliert von seiner Umgebung betrachtet werden. Er ist mit seiner Geschichte Teil regionaler und auch überregionaler Entwicklungen. "Treffpunkt Heimat" soll mit seinen Vorträgen auch ein Forum zum Austausch kulturell und geschichtlich interessierter Personen sein. So können im gemeinsamen Gespräch an verschiedenen Veranstaltungsorten im Stadtgebiet Fragestellungen behandelt und Ideen vermittelt werden. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. redWeitere Informationen unter Telefon (06871) 12 37.