Klassiker, neu interpretiert

Otzenhausen. Nach Grußworten des Hausherren Arno Krause und der italienischen Konsulin Susanna Schlein stimmte Professor Robert Leonardy, Intendant der Musikfestspiele Saar, die Gäste mit einer "Hommage an einen italienischen Freund" auf die Ausstellung ein

Otzenhausen. Nach Grußworten des Hausherren Arno Krause und der italienischen Konsulin Susanna Schlein stimmte Professor Robert Leonardy, Intendant der Musikfestspiele Saar, die Gäste mit einer "Hommage an einen italienischen Freund" auf die Ausstellung ein. Luciano Pelizzari stehe "im Dialog mit der großen Malerei", so Roswitha Jungfleisch, Geschäftsführerin der Europäischen Akademie. Und in der Tat greift Pelizzari auf klassische Vorbilder zurück und interpretiert sie auf neue Weise. Die in der Akademie gezeigten Frauendarstellungen - sowohl Porträts als auch Akte - zeichnen sich durch eine Liebe zum Detail aus, die über die Darstellung des Äußeren eines Menschen hinausgeht. Sie umfassen Schönheit, Stärken und Schwächen. Hinzu kommen italienische Landschaften, manchmal geheimnisvoll im Dämmerlicht, manchmal durchflutet vom Licht des Mittelmeerraumes. Pelizzaris großformatige, vom Impressionismus beeinflussten Bilder aus dem Zyklus "Giardino privato" (privater Garten) sprechen von italienischer Lebensfreude und sind unter anderem in den Gärten auf der Insel Mainau entstanden. Diese Verbindung zwischen Italien und Deutschland steht für das Leben Luciano Pelizzaris, der seiner italienische Heimat treu geblieben ist und doch seit Jahren in Saarbrücken lebt und arbeitet. "Die Ausstellung umfasst ein Schaffensspektrum von 30 Jahren", erklärt der Künstler selbst. "Sie zeigt Bilder, die ich in den 70er und 80er Jahren gemalt habe, aber auch aktuelle Werke." Die Vielseitigkeit der Motive, so Peilzzari, sei durch seine große Interessenvielfalt entstanden. Sehr lange habe er sich für Landschaften begeistert, dann für Menschen. "Ich liebe Portraits, weil eine Person eine komplette Welt beinhalten kann." Die Herausforderung sei es, diese Welt darzustellen. Für den Giradino privato, der seiner Ausstellung den Namen gab, interessiert Pelizzari sich erst seit ungefähr zehn Jahren. Inspiriert wurde er von echten Gärten, doch alles, was er zeichnet, ist Fantasie. "Der Giardion privato ist idealisiert. Nirgendwo wachsen die Blumen, die man auf meinen Gemälden findet", erklärt Pelizzari. "Ich gebe ihnen Farbe, Schönheit und Liebe und das macht ihre Qualität aus." Seit 44 Jahren malt Pelizzari und hat zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland organisiert. Ihn aber "nur" als Künstler zu bezeichnen, wäre zu kurz gefasst: Zahlreiche Veröffentlichungen in Deutsch und Italienisch unterstreichen seine Vielseiitigkeit. Die Ausstellung "Realismo italiano & Giardino privato" in der europäischen Akademie ist bis zum 22. Dezember wochentags zwischen acht und 18 Uhr, an den Wochenenden gemäß der Öffnungszeiten der Akademie zu sehen. Eintritt frei.