Leuchtendes Schwergewicht

Das überdimensionale Kunstwerk in Nonnweiler kündigt bereits zum 14. Male die besinnliche Vorweihnachtszeit an. Am Freitag ab 18.30 Uhr wird der Mega-Adventkranz wieder strahlen. Im elektrischen Kerzenschein steigt dann auf dem Außengelände der Parkschenke Simon die große Party mit einem unterhaltsamen Programm.

Der Riesen-Adventkranz in Nonnweiler hat einen Durchmesser von 6,20 Meter und wiegt rund eine Tonne. Etwa 160 Stunden hat das Adventkranz-Team aus der Gemeinde Nonnweiler benötigt, um die Sehenswürdigkeit zu schmücken und aufzustellen. "Wir waren immer im Soll", berichtet der Bierfelder Gottfried Emmerich. Ende Oktober hat sich die Truppe an die Arbeit gemacht. "Es ist mittlerweile sagenhaft, welche Unterstützung wir aus der Bevölkerung erfahren", schwärmt Klaus Simon. Der 76-jährige Emmerich ergänzt grinsend: "Sogar das Schnäpschen, das wir vor Arbeitsbeginn trinken, geben die Leute mit, andere bringen uns was vorbei".

Den Platz zur Ernte der rund sieben Kubikmeter Fichtenreisig hat der Saar-Forst den Kranzbauern zugewiesen. "200 Meter Draht haben wir verschafft, um dem Kranz zu umwickeln", teilt Emmerich mit. Wie gewohnt haben Christel und Guido Harig den Stern gesteckt, die Schleifen hat Eva Merkel gebunden. "Das lassen wir von den Experten machen. Die Arbeit uns allen sehr viel Spaß gemacht", sagt Emmerich.

Der Höhepunkt folgt nun am Freitagabend. Um 18 Uhr wird die Adventkranz-Party von der Kolpingkapelle Nonnweiler-Bierfeld eröffnet. Gegen 18.30 Uhr intoniert die Adventkranz-Band das Lied "Dieses Licht in der Nacht", dazu werden die Kerzen und Lichterketten am Adventkranz feierlich zum Strahlen angeknipst. "Der Blick alleine, wenn der Kranz leuchtet, vermittelt eine besinnliche Stimmung", meint Simon voller Vorfreude auf den großen Moment. Da es leider noch an Schnee mangelt, werden der Nikolaus und das Christkind im Beiwagen eines Motorrades, mit einem Sack voller Geschenke die Party besuchen, um die Kinder zu beschenken. Auf der Bühne im Zelt präsentiert das PeterBerg-Jazzorchester sein Weihnachtsprogramm. Der Name der Trommlergruppe Sikudhani stammt aus der afrikanischen Sprache Swahiili und bedeutet "schöne Überraschung". Spielt das Wetter mit, dann treten die Trommler unter dem Advent-Kunstwerk auf. Auch Bäckermeister Peter Schmidt ist mit seinem uralten Hausbackofen dabei. "Er wird den Backofen anheizen und rund 140 Brote werden wohl wieder gebacken und verkauft", meint Emmerich. Der Erlös der Adventkranz-Party fließt in den Topf "Weihnachtsbasar", aus dem die Spenden an Kindereinrichtungen und zur Hilfe krebskranker Kinder verteilt werden. Dort hin geht zudem der Erlös des Nonnweiler Weihnachtsmarktes, der am Sonntag um 14 Uhr in der Kurhalle eröffnet wird.