Ins Straucheln gekommen

In der Schlussphase rettete Fußball-Saarlandligist VfL Primstal mit dem 3:3-Remis im Heimspiel gegen den SV Auersmacher immerhin noch einen Punkt. Trainer Andreas Caryot veränderte das Spielsystem zwei Mal. Zuletzt mit Erfolg.

Um ein Haar wäre am Samstag die erste Heimpleite des VfL Primstal in dieser Spielzeit der Fußball-Saarlandliga fällig gewesen. Und das ausgerechnet im Kirmesspiel. Vor 400 Zuschauern erkämpfte sich der VfL gegen den Tabellen-Zwölften SV Auersmacher dann jedoch noch ein spätes 3:3-Unentschieden. "Im Endeffekt sind wir mit dem Unentschieden zufrieden", sagte VfL-Innenverteidiger Marc Pesch.

Was er und seine Mitspieler fußballerisch vor der Pause boten, bezeichnete der 24-Jährige als "katastrophal". Ohne den erkrankten Mittelfeldspieler Steffen Haupenthal agierte der VfL kopflos. Zudem klappte die System-Umstellung auf drei "Sechser" nicht. "Wir waren unkonzentriert und haben viel zu viele Fehler gemacht", meinte Pesch. Geradezu fahrlässig ließ Primstal den besten Gästespieler, Christoph Berger, ungehindert im Mittelfeld die Fäden ziehen. Der 1:0-Führungstreffer für den SVA durch Berger nach 21 Minuten war mehr als verdient. Zuvor hatte sich VfL-Torwart Larson Arend schon dreimal strecken müssen, um einen Rückstand zu verhindern. Zur Pause lag der VfL dank seiner Paraden nur mit 0:1 hinten - und Caryot stellte zum Wiederbeginn auf ein 4-4-2-System um.

Dennoch gab es schnell einen weiteren Rückschlag: In der 50. Minute klärte Pesch zunächst, seinen anschließenden Querpass erlief Oliver Bickelmann, dessen abgefälschter 20-Meter-Schuss zum 2:0 für die Gäste im Netz landete. Der nun dynamischere und präsentere VfL wirkte davon aber nur kurz angeschlagen. Pesch köpfte sechs Minuten später eine Freistoßflanke von Tobias Zimmer zum 1:2-Anschlusstreffer in den SVA-Kasten (56.). Zwei Minuten später verschenkte der ansonsten blasse Angreifer Lukas Biehl die große Gelegenheit zum Ausgleich. Als Trainer Caryot dann wechselte und hinten auf eine Dreierkette umstellte, wurde der VfL prompt mit dem 1:3 (80. Minute) von Marco Wolf eiskalt abgeduscht. "Was die Mannschaft dann in den letzten Minuten abgeliefert hat, war einfach klasse", freute sich Pesch. Im zweiten Versuch brachte Patrick Backes den Ball nach einem Zimmer-Freistoß zum 2:3 (85.) über die Linie, aus dem Gewühl beförderte Pascal Schmidt (87.) die Hereingabe von Tobias Scherer zum 3:3-Endergebnis ins Tor.

Im Gegenzug hielt Schlussmann Arend mit einer Glanzparade einen Schuss von Ricardo Hamann. Mit zwei Zählern Rückstand auf den SV Mettlach (nur 1:1 zu Hause gegen Brebach) nimmt der VfL im Klassement weiter Rang zwei ein. Am Freitag steht die Auswärtsaufgabe beim Neunten SG Saubach auf dem Spielplan.