HSG Nordsaar verliert gegen HSV Merzig/Hilbringen

Handball : HSG Nordsaar verliert gegen Spitzenreiter

Gegen den HSV Merzig/Hilbringen hatten es die Marpinger Spieler schwer. Sie zogen im Topspiel der Handball-Saarlandliga mit 23:31 den Kürzeren.

Die Saarlandliga-Handballer des HSV Merzig/Hilbringen haben einen dicken Strich unter ihre Oberliga-Ambitionen gezogen. Der Spitzenreiter gewann vor 300 Zuschauern in der Marpinger Sporthalle ungefährdet das Topspiel beim Zweiten HSG Nordsaar mit 31:23 (18:14)-Toren. In der Tabelle nehmen die Wölfe (24:4 Punkte) einen Vorsprung von drei Zählern auf den Verfolger (21:7 Punkte) mit in die Spielpause.

„Wir hatten uns viel vorgenommen. Jetzt sind wir Wintermeister und wollen am Saisonende auch der Meister sein“, sagte HSV-Spielmacher David Pfiffer nach der Partie. Trotz einer Sonderbewachung war Pfiffer mit 13 Treffern der überragende Akteur auf dem Parkett. „Wir hatten geahnt, dass eine Mann-
deckung gegen mich kommen könnte und haben uns im Training speziell darauf vorbereitet“, erklärte Pfiffer. Hingegen konnte Nordsaar die Ausfälle der fehlenden Leistungsträger Sebastian Stoll und Michael Paschke nicht kompensieren und war über 60 Minuten gesehen, nicht mehr als ein Sparringspartner für den Meisterschaftsfavoriten. „Wenn zwei so gute Rückraumspieler fehlen, dann ist das schon schwer“, sah auch Pfiffer die HSG dadurch entscheidend geschwächt.

Nach sechs Spielminuten führten die Wölfe mit 5:1 und verspürten darauf für kurze Zeit Gegenwehr. Jan Böing mit einer Einzelleistung und Manuel Schmitt mit einem verwandelten Strafwurf brachten die HSG auf 10:11 heran (20. Minute). Doch näher rückte der Nordsaar nicht heran, dafür sorgte der bewegliche und treffsichere HSV-Rückraum mit Pfiffer, Michael Arnold und Sascha Becker. „Wir haben dagegen in der Deckung keine Abstimmung gefunden“, gestand HSG-Trainer Krzysztof Wroblewski. Dennoch verkürzte Jonas Hubertus mit dem Pausenpfiff auf 14:18. „Wir waren in der ersten Halbzeit noch zu passiv“, wertete Pfiffer.

Nach dem Seitenwechsel zog sein Team dann entscheidend davon, weil der harmlose und ohne Tempo agierende HSG-Angriff sich gegen die Abwehrformation nicht mehr durchsetzen konnte. Das missfiel Wroblewski. „Wir müssen auch einmal da hingehen, wo man Schmerzen bekommt, aber ohne in die Lücken zu stoßen, kann das nicht funktionieren“, bemängelte er den völlig ungefährlichen Auftritt beim Offensivspiel.

Auf der Gegenseite lief der Ball nach einstudierten Spielkonzeptionen, die von den HSV-Akteuren mit sicheren Torwürfen abgeschlossen wurden. Wenn der Rückraum nicht zum Zuge kam, wurde die Kugel weiter transportiert, und die Außenspieler Timo Scherer und Laszlo Kincses machten ihre Chancen weg. HSG-Schlussmann Nicolas Lezaud verhinderte gleich mit mehreren Paraden, dass sich der Rückstand noch deutlicher darstellte. Beim 25:20 durch Arnold war das Ding längst durch und Merzig-Hilbringen jubelte am Ende über einen deutlichen 31:23-Auswärtserfolg im Spitzenspiel.

„Kämpferisch war das super von uns“, freute sich Pfiffer. Nordsaar geht nun weiter als Verfolger in die restlichen Spiele, darf nicht mehr patzen und muss auf Ausrutscher der Wölfe hoffen. „Wir bleiben weiter dran“, kündigte Wroblewski an. Und dabei geht es nach der Spielpause direkt mit einem Schlüsselspiel weiter. Am 13. Januar muss die HSG auswärts beim Vierten Dillingen/Diefflen (18:8 Punkte) ran. Merzig/Hilbringen kann in aller Ruhe das Ergebnis abwarten und trifft am 15. Januar im Heimspiel auf den Neunten Zweibrücken II.

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