Truthahn, Samba und rote Slips

Offen sein für neue Kulturen, für neue Bräuche, das ist dieser Tage gefragt. Nicht nur im Hinblick auf die zahlreichen Flüchtlinge, die ins Land kommen. Man muss nämlich nicht bis nach Syrien oder Afghanistan blicken, um Veranstaltungen zu entdecken, die es so bis vor ein paar Jahren gar nicht in unserer Region gab.

So berichteten wir diese Woche vom Almabtrieb in Theley. Ein Almabtrieb - das verbindet man eher mit dem Allgäu als mit dem Schaumberg. Egal - die Veranstaltung zieht die Massen an und macht einfach Spaß.

Ob das schwedische Fest Knut oder der irische St.-Patricks-Day - viele Bräuche aus anderen Nationen haben bereits bei uns Einzug gehalten. Nicht jedem gefällt das. Andere hingegen würden sich noch mehr Vielfalt in der Region wünschen. Da passt es doch, dass die Stadt St. Wendel wissen will, was sich ihre Bürger für die Zukunft wünschen. Vielleicht stehen auf den Wunschzetteln dann auch neue Ideen, neue Bräuche. Wie wäre es mit einem Truthahn-Essen zu Thanksgiving (USA) oder Samba-Tänzerinnen an Karneval (Brasilien) oder vielleicht tragen alle künftig rote Unterwäsche an Silvester (Italien). Der Vielfalt sind eben keine Grenzen gesetzt.