Kita-Bauten, Rathaus, Freibad: Was Wallerfangen 2020 erwartet

Ausblick 2020 : Kita-Bauten, neues Rathaus, Freibad . . .

Was Wallerfangen 2020 erwartet: Eine Reihe von Aufgaben müssen im laufenden Jahr angepackt werden.

Einige Baustellen hat Wallerfangen 2020 zu bewältigen, bestätigt Bürgermeister Horst Trenz, vor allem an den Kitas in der Gemeinde. Größte Baustelle ist hier der Neubau der Kita St. Katharina neben der Kirche. Man sei im Zeitplan, sagte Trenz, allerdings sei die Eröffnung erst für Herbst 2020 terminiert, nicht wie zuvor stets angekündigt, im Frühjahr. „Nach den Erfahrungen mit der Krippe wollen wir hier auf Nummer Sicher gehen“, erklärte Trenz, „und auf eigene Kosten Raumluftmessungen vornehmen, bevor die Kinder reingehen.“

Bei der leerstehenden Krippe auf der Adolphshöhe hatte der Gemeinderat im Herbst entschieden, doch dem Vergleich mit dem Architekten zuzustimmen, damit der Bau wieder in Betrieb gehen kann. Die Gemeinde habe rund 750 000 Euro eingeplant, sagte Trenz, um die Krippe wiederaufzubauen. Unter anderem soll eine Be- und Entlüftungsanlage eingebaut werden (die SZ berichtete); auf jeden Fall sollen die Arbeiten 2020 beginnen. Außerdem sucht die Gemeinde noch einen Träger für die neue Einrichtung.

Einen Anbau erhält nun die Kita Gisingen, sie wird damit um eine Kindergarten-Gruppe erweitert. Die Arbeiten würden jetzt beginnen, sagte Trenz, insgesamt investiert die Gemeinde rund 1,2 Millionen Euro.

Auch an der benachbarten Grundschule Gisingen wird saniert: Hier habe der Gemeinderat den barrierefreien Ausbau beschlossen, zudem seien die Toiletten „in schlimmen Zustand“, sagte Trenz. In diesem Jahr sollen die Planungen aufgenommen werden.

An der Kita Ittersdorf musste im Winter dringend das Dach saniert werden, außerdem sind neue Fenster nötig. Die Gemeinde hat hierfür rund 100 000 Euro eingeplant.

An der Grundschule Wallerfangen sollen zudem der Sonnenschutz und Sicherungen an den Fenstern komplettiert werden. Was aber für 2020 wiederum nicht geplant ist: Der Ausbau der Freiwilligen Ganztagsschule. Die sitzt seit fünf Jahren in Containern; die Gemeinde hat nun beantragt, diese weiter nutzen zu können. Denn man müsse die politische Entscheidung über einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung abwarten, um dann nach Bedarf und mit finanzieller Unterstützung des Bundes anbauen zu können, erklärte Trenz.

Die Umgestaltung des Fabrikplatzes, des Rathaus-Ensembles und nach und nach des ganzen historischen Ortskerns steht 2020 und in den kommenden Jahren an (die SZ berichtete). Vergaben für die drängende Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses sollen noch 2020 erfolgen, kündigte Trenz an.

Teil des Sanierungsgebietes ist auch die neuapostolische Kirche und ehemalige Synagoge in der Saarstraße. Die Kirchengemeinde hatte die Synagoge 1956 gekauft; nun will sie das Haus profanieren. Man habe Gespräche aufgenommen, sagte Trenz, er hofft auf „eine architektonische Wiedergutmachung“. Ein „Raum für Kultur und Erinnerung“ könne hier entstehen; unter welchem Eigentümer, sei noch offen.

Für das alte Fabrikgebäude in der Hospitalstraße, in dem bis 31. Dezember ein Rewe-Markt angesiedelt war, gibt es noch keine Weiternutzung, sagte Trenz. Allerdings hat die Filiale der Bäckerei Welling, die im Markt ansässig war, eine neue Bleibe gefunden: In einem Verkaufscontainer auf dem Fabrikplatz vor dem Rathaus. Für rund eineinhalb Jahre soll die Filiale dort bleiben und dann in den Edeka-Markt umziehen, erklärte Trenz.

Aufbauend auf den noch vorhandenen Räumen im Untergeschoss entsteht der neue Kindergarten St. Katharina. Foto: Bodwing

Beim Schwimmbad stimme die Personallage 2020 wieder „etwas optimistischer“; wegen des Mangels hatte das Freibad im Sommer 2019 unter anderem die Öffnungszeiten einschränken müssen. Zwar hat inzwischen auch der langjährige Schwimmmeister seinen Dienst gekündigt, allerdings habe die Gemeinde einen neuen Meister und einen Gesellen finden können, die seit Januar eingearbeitet werden. Bis Saisoneröffnung soll auch die Dampfsauna wieder in Betrieb genommen werden können, kündigte Trenz an: „Es wird wohl weiter Einschränkungen geben, aber die Verwaltung steht hinter ihrem Schwimmbad.“