Bürgermeister Trenz seit 100 Tagen in Wallerfangen im Amt

Kostenpflichtiger Inhalt: 100-Tage-Bilanz : Bürgermeister Trenz: „Es macht mir viel Spaß, ich bin glücklich!“

Seit 100 Tagen ist Horst Trenz schon im Amt und er hat sich gründlich eingearbeitet. Eine erste Bilanz.

„Gründlich eingearbeitet“ hat sich der neue Bürgermeister der Gemeinde Wallerfangen: Horst Trenz beschreibt sich selbst als Mann der Tat, „der die Dinge anpackt“. Und da gibt es in Wallerfangen einiges zu tun.

Am 1. Oktober 2019 hat er das Amt des Bürgermeisters angetreten, als Nachfolger von Parteifreund Günter Zahn. Trenz ist nun schon drei Monate im Amt und kann eine durchweg positive Bilanz der ersten 100 Tage ziehen: „Mir war es wichtig, erstmal Ruhe ins Haus zu bringen und den Mitarbeitern Gelegenheit zu geben, Vertrauen aufzubauen – und umgekehrt“, erklärt Trenz, „beides ist gelungen, denke ich.“

Seine langjährige Erfahrung unter anderem als Ortsvorsteher in Wallerfangen und als Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat habe ihm dabei sehr geholfen: „Ich kenne die Gemeinde, ich kenne die Mitarbeiter, die meisten seit vielen Jahren und habe mich sehr schnell und gerne hier eingewöhnt.“

Zunächst habe er sich als neuer Verwaltungschef einen kompletten Überblick über die Situation in der Gemeinde verschaffen wollen, „personell, baulich und finanziell“, schildert er: „Ich habe jedes Haus, jede Baustelle mit den jeweiligen Fachbereichen abgefahren.“ Die städtebauliche Gesamtmaßnahme der Ortskernsanierung und die Sanierung des denkmalgeschützten Rathaus-Ensembles ist eine der großen Aufgaben, die der neue Verwaltungschef vor sich hat, der Kita-Neubau St. Katharina eine weitere.

Mit der Einrichtung eines eigenen Kultur- und Bildungsamtes will Trenz in den kommenden Jahren inhaltlich Akzente setzen. Ein Freibad-OpenAir will er fest etablieren, außerdem will er sich dafür einsetzen, dass auch in Wallerfangen endlich Stolpersteine für ehemalige Mitbürger verlegt werden.

Auch die zehn Ortsteile der Gemeinde habe er im Blick: „Außerdem habe ich begonnen, Dorfrundgänge zu machen in allen Ortsteilen“, berichtet Trenz, „Ittersdorf war der Anfang, die anderen folgen nun.“ Mit allen Ortsvorstehern habe er „ein sehr kollegiales Verhältnis“, man kenne sich eben schon lange.

Womit mancher vielleicht nicht rechne, meint Trenz: „Ich will weiterhin bei der Feuerwehr und bei den Vereinen präsent sein – soweit es mir möglich ist, wird man mich immer noch auf jedem Fest treffen, oben wie unten.“ Also auf dem Gau ebenso wie im Ort. Er habe seit der Wahl sehr viel positive Rückmeldung erhalten, „von Bürgern wie Mitarbeitern“. Auch wenn er persönlich bisher keine persönlichen Anfeindungen oder ähnliches erlebt hat, weiß er: „Ein dickes Fell braucht man in dem Amt schon.“

Obwohl der Arbeitsumfang deutlich gestiegen sei, sagt Trenz, „ist der Stressfaktor etwa gleich geblieben“; denn sein bisheriger Job als Geschäftsleiter des Landesarbeitsgerichts habe den Justizamtsrat durchaus ebenfalls sehr gefordert.

Aber die neue Aufgabe sei für ihn, dank der hohen Gestaltungsmöglichkeiten,  vor allem „positiver Stress“: „Das Amt ist unwahrscheinlich vielfältig und vielschichtig, täglich muss man spontan Lösungen für neue Probleme finden, und zwar in allen Bereichen, das macht das Amt hochinteressant“, findet der 54-Jährige. Und für ihn steht jetzt schon fest: „Es macht mir viel Spaß, ich bin glücklich.“