Überherrn versucht den Weltrekord im Dauerschwenken

Iwwerherrner Erlebnistage : Weltrekordversuch im Dauerschwenken

50 Stunden Dauerschwenken – damit will ein 15-köpfiges Team aus Überherrn bei den „Iwwerherrner Erlebnistagen“ am Europa-Sender 1 in Berus einen Weltrekord aufstellen.

Neu ist dabei nicht nur die Dauer – 48 Stunden ist der aktuelle Guinness-Rekord im Dauergrillen – sondern auch die Kategorie, nämlich das saarländische Schwenken auf eben diesem Gerät, statt Grillen oder Barbecue. Eben diese jenseits der Landesgrenzen relativ unbekannte Art der Essensbereitung über dem Feuer verhinderte aber auch den offiziellen Guinness-Eintrag, bedauert Ralf Lauer vom Saar-Profi-Grillteam „Side by Side BBQ“: „Laut Guinness war das zu regional.“ Die erste Europäische Schwenkmeisterschaft am Sonntag ist der Höhepunkt des Festes. 23 Teams treten dabei mit erlesenen Drei-Gänge-Menüs, die komplett auf dem Schwenker zubereitet wurden, gegeneinander an.

Einige der Profi-Schwenker packen auch beim Weltrekord mit an, denn der gehöre eindeutig ins Saarland, ist sich Detlef Jessen sicher. Der Vertriebler der Firma Fleischwaren Kunzler hat sich der Sache mit einem Team aus freiwilligen Helfern angenommen: „Die Idee kam bei der Planung des Festes auf und wir als Überherrner Firma haben angeboten, die Organisation zu übernehmen.“

Die Aufgabe dabei: 50 Stunden lang muss der Schwenker, stets mit mindestens einem Schwenker belegt, über dem Feuer ununterbrochen in Bewegung gehalten werden. Die erste Nachtschicht übernehmen dabei Jessen selbst und Erika Weber von der Gemeinde Überherrn, die das Fest gemeinsam mit dem „Side by Side“-Team organisiert hat. Alle paar Stunden wird die Grillzange an die nächste Schicht übergeben.

Pünktlich um 15 Uhr wurde der Schwenker angestoßen. Mit einigen Minuten Verspätung erklang weithin hörbar die Sirene des Europa-Senders, als offizieller Startschuss. Am Weltrekord kann übrigens jeder Besucher des Festes teilhaben. Für jeden verkauften „Weltrekordschwenker“ wird zudem ein Euro an lokale Vereine gespendet. „Es wird nichts weggeworfen, jedes Stück Fleisch wird auch gegessen“, betont Jessen. Ein wenig vom Wetter wird es wohl auch abhängen, wie viele der gut 2500 vorbereiteten Schwenker am Sonntag um 17 Uhr bei Rekordende wirklich verkauft wurden.

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