Felsberg: Leo-Robert-Platz eingeweiht, Deiwelsburchbrunnen fördert Freibier

Teufelsbrunnen : Wenn aus dem Brunnen Bier fließt . . .

Dann wird in Felsberg gefeiert: zehn Jahre Teufelsbrunnen. Und der Leo-Robert-Platz wurde eingeweiht.

Zehn Jahre ist es her, dass der „Deiwelsburchbrunnen“ in Felsberg eingeweiht wurde. Der Name ist angelehnt an die nur unweit auf einem Bergsporn stehende Teufelsburg. Deshalb hat der Brunnen auch die Form eines Burgturms. 2009 war er errichtet worden. Die Steine dafür stammen von einem alten Bauernhaus im Ort. Eine Besonderheit ist die Verbindung zum Bierfass im Keller des Dorfzentrums nebenan. Dadurch lieferte der Teufelsbrunnen auch beim Fest am Samstagabend Freibier.

Optisch fallen drei markante Köpfe auf, die um den Brunnen herum angeordnet sind. Aus ihren Mündern sprudelt Wasser. Das wird aus einem 1000-Liter-Behälter im Keller des Dorfzentrums hochgepumpt. Bezuschusst wurde das Brunnenprojekt im Rahmen der Aktion „Tatort Dorfmitte 2009“ des Umweltministeriums. Die Köpfe modellierte und brannte die aus Felsberg stammende Töpferin Monika Finsterer. Als Vorbilder dafür nahm sie den damaligen saarländischen Umweltminister Stefan Mörsdorf, den Vorsitzenden des Partnerschaftsvereines Le Havre, Jacques Auger, sowie als Vertreter der Arbeitsgruppe, die den Brunnen errichtete, Josef Robert.

Die Idee zum Brunnen war 2009 bei der Arbeitsgemeinschaft Dorfzentrum aufgekommen. Einer der Ideengeber war Leo Robert, Mitbegründer und Vorsitzender des Ortsinteressenvereins und treibende Kraft beim Bau des Felsberger Dorfzentrums. Er war unter anderem auch Ortsvorsteher von Felsberg gewesen und Wehrführer der Gemeinde Überherrn. Bis zur Eröffnung des Dorfzentrums waren etwa 16 000 Stunden an Eigenleistung absolviert worden. Insgesamt sollen es um die 28 000 Stunden gewesen sein, die in ehrenamtlicher Arbeit geleistet wurden. Von weit mehr als 100 Aktiven. Robert verstarb im März 2017.

Seit zehn Jahren steht der „Deiwelsburchbrunnen“ am Dorfzentrum von Felsberg. Foto: Bodwing

Am Samstag wurde der große Festplatz neben dem Felsberger Dorfzentrum nach ihm benannt und eingeweiht. Am Eingang zu der rund 2500 Quadratmeter großen Fläche zwischen der Metzer Straße und dem Siebenmorgenweg erinnert nun ein Schild mit „Leo-Robert-Platz“ an den umtriebigen Felsberger.

Mehr von Saarbrücker Zeitung