Regionen erhoffen sich Aufwertung

Regionen erhoffen sich Aufwertung

Es geht um nichts weniger als die Zukunft des ländlichen Raumes im Warndt und auf dem Saargau. Zu mehr Lebensqualität, besserer Nahversorgung und der Nutzung von Entwicklungspotenzialen könnte das EU-Förderprogramm Leader beitragen, hieß es in einer Pressekonferenz in Überherrn.

Zwei Millionen Euro an Fördermitteln könnten von 2015 bis 2020 in die Region Warndt und Saargau fließen. Damit soll der ländliche Raum aufgewertet werden, wurde auf einer Pressekonferenz im Rathaus Überherrn dargestellt.

Von 2007 bis 2013 existierte die Leader-Region Warndt. Auf dem Saargau waren die Gemeinden Überherrn , Wallerfangen und Rehlingen-Siersburg sowie vier Stadtteile von Merzig zwischen 2007 und 2013 als Ilek-Region Saargau verknüpft.

Nun soll es von Großrosseln bis Rehlingen-Siersburg als Leader Warndt-Saargau weitergehen. Neu dabei sind beispielsweise die Gemeinde Wadgassen und der Saarbrücker Stadtteil Klarenthal. Entfallen werden die Merziger Stadtteile.

Insgesamt gibt es vier solcher Regionen im Saarland. Dafür stellt die EU sechs Millionen Euro in Aussicht, das Land steuert zwei Millionen bei. Jede Region soll zwei Millionen Euro bekommen, über sieben Jahre hinweg.

Eine "gute Geschichte", betonte Überherrns Bürgermeister Bernd Gillo (CDU ). Denn "wir wollen uns weiter entwickeln". Was machbar ist, stellte Großrosselns Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD ) dar. In der Region Warndt habe man bereits 50 Projekte initiiert, bei bisher rund 1,6 Millionen Euro Fördermitteln.

Für die Ilek-Region Saargau seien die Investitionen nicht so einfach zu ermitteln, sagte Wallerfangens Bürgermeister Günter Zahn (SPD ). Ergebnisse waren beispielsweise regionaltypisch gestaltete Ortseingänge und Plätze. Mit Leader gebe es nun eine klare Summe und mehr Planungssicherheit.

LAG Warndt-Saargau geplant

Vier Schwerpunkte stellte Andrea Hartz vom Saarbrücker Planungsbüro agl vor. Vor allem die Lage an der deutsch-französischen Grenze sei ein Thema. Das wolle man als Chance nutzen und vieles daran anbinden. Beispielsweise die Bereiche Natur und Landschaft, lebendige Ortsmitten und eine Vernetzung mit der Saarschiene. Die bestehende LAG Warndt werde nun den Namen abändern zu Warndt-Saargau, sagte Dreistadt. Dadurch könne auf der Basis vorhandener Strukturen weitergearbeitet werden. Denn die Zeit sei knapp. Am 16. Januar 2015 muss die Bewerbung vorliegen. Dann entscheidet sich, ob die Leader-Region Warndt-Saargau zustande kommt.

Vorschläge für künftige Projekte kommen von lokalen Akteuren. Deshalb finden zwei Bürgerabende statt, jeweils um 19 Uhr. Am Montag, 8. Dezember, im Dorfgemeinschaftshaus Ittersdorf, und am Donnerstag, 11. Dezember, im Johannes-Calvin-Haus Ludweiler. Weitere Informationen finden sich bald auf der im Aufbau befindlichen Internetseite.

warndt-saargau.eu

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