Im Busch lauern Wiederholungstäter

Im Busch lauern Wiederholungstäter

Die Reiterinnen des RSV Schwalbach haben wieder zugeschlagen: Auf dem Linslerhof verteidigten sie am Wochenende ihren Saarlandmeister-Titel.

Sie sind Wiederholungstäter - die Reiterinnen des RSV Schwalbach. Denn sie haben es schon wieder getan und sich in diesem Jahr erneut den Sieg in der saarländischen Meisterschaft der Vielseitigkeit geholt. Wie schon 2016 gaben Saskia Rinke, Daniela Groß und Marita Basenach - tatkräftig unterstützt von Isabel Theobald vom Pferdesport-Club Linslerhof - in der Mannschaftswertung alles und erritten sich souverän den Sieg. Dank ihrer herausragenden Leistung in Dressur, Springen und Gelände sind sie erneut Mannschaftsmeister in der Vielseitigkeit. Stefan Odenbreit, der die vier Amazonen trainiert hat, war "stolz wie Oskar" und lobte: "Alle haben ihr Bestes gegeben und sind deshalb verdient zum Meister gekürt worden."

Immerhin sieben Mannschaften, deren Teammitglieder in der E-, A**- oder L-Vielseitigkeit antraten, hatten bei der diesjährigen Meisterschaft, die der Pferdesport-Club Linslerhof von Freitag bis Sonntag auf dem Linslerhof in Überherrn austrug, um den Sieg in der Team-Wertung gekämpft. "Das Gelände war anspruchsvoll, damit dem Niveau einer Saarlandmeisterschaft aber auch angemessen", so Odenbreit, der die Strecken mitgeplant und -gebaut hatte.

"Ja, die Geländestrecken hatten es in sich, aber wir waren auf die Anforderungen auch bestens vorbereitet und konnten hier glänzen. Trotzdem kann ich es kaum fassen, dass uns die Titelverteidigung gelungen ist", freute sich Basenach.

Saarlandmeister im Busch kann aber nur werden, wer eine dreifach starke Leistung zeigt. Denn die Military besteht ja immer aus den drei Disziplinen Dressur, Springen und Gelände, wo es dann querfeldein über die festen Natursprünge geht. Gerade die Geländestrecken, die unter anderem Wassergräben, Wälle und Hindernisse der verschiedensten Arten beinhalten, üben auf die Reiter wie auch auf die Zuschauer einen besonderen Reiz aus. Denn mitzuerleben, wie Reiter und Pferd auf der Querfeldein-Strecke als Team agieren und gemeinsam die Anforderungen meistern, ist nicht nur für die Teilnehmer selbst ein tolles Gefühl - das Publikum fiebert bei den Ritten ebenfalls mit. "Es begeistert einfach, zu sehen, was Reiter und Pferd da so alles schaffen", schwärmte Zuschauer Christof Feiler.

Die Wertung in der Offenen Meisterschaft dominierte Birgit Hohlweg vom Reitverein Einöd - die ebenso wie die Schwalbacherinnen eine Wiederholungstäterin ist. In der Altersklasse U16 lag Leonie Altmeyer von der RSG Elf Birken (Perl-Büschdorf) vorn.

Das Rahmenprogramm bot ebenfalls interessante Ritte. Im M*-Springen, der höchsten Prüfung dieser Freiland-Veranstaltung, siegte Thorsten Volz , der für die Reit- und Fahrgemeinschaft Gerensrech Altforweiler reitet. "Das war ein tolles Turnier, bei dem sich der Gastgeberverein echt in allen Bereichen viel Mühe gegeben hat. Alle Hindernisse waren schön gestaltet, auch der Boden war topp", urteilte Isabell Lachmund vom Akademischen Reitclub Saarland, die im A*-Springen gewann. Auch am kommenden Wochenende heißt es auf dem Linslerhof "ab in den Busch". Dann geht es unter anderem um den "Deutschlandpreis der Ponyreiter". 95 Nennungen aus allen Landesverbänden liegen für die Mannschafts- und Einzel-Wertung dieser wichtigen Reitsportveranstaltung vor. Los geht's am Freitag um 13 Uhr, am Samstag um 8.30 Uhr und am Sonntag um 8 Uhr.

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