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Comics
Comic grenzenlos

Bernd Kissel (Mitte) und Peter Schott erläutern Bürgermeister Peter Gillo die Szenenfolgen von „Rendez-vous à Berlin“.
Bernd Kissel (Mitte) und Peter Schott erläutern Bürgermeister Peter Gillo die Szenenfolgen von „Rendez-vous à Berlin“. FOTO: Ruppenthal
Überherrn. Comics sind beliebt. Voll besetzt war der Sitzungssaal des Überherrner Rathauses, als Bernd Kissel zusammen mit Flix (Felix Görmann) über seine Comics plauderte. Vor allem über „Rendez-vous à Berlin“. Von Rolf Ruppenthal

Heimspiel für den erfolgreichen saarländischen Comic-Zeichner Bernd Kissel aus Berus: Zusammen mit Flix alias Felix Görmann hat er im Auftrag des Goethe-Instituts Nancy den 23-teiligen Comicstrip „Rendez-vous à Berlin“ kreiert, der jetzt im Überherrner Rathaus ausgestellt ist.


Im Mittelpunkt dieser Comic-Serie stehen die Erlebnisse eines deutschen Musikers und einer jungen Französin , nachdem sie in Bordeaux aufgrund eines Streiks keinen Flieger mehr nach Berlin bekommen. So werden in chronologischer Folge, aber in voneinander unabhängigen Geschichten augenzwinkernd interessante Einblicke in die deutschen und französischen Verhaltensweisen und Mentalitäten gegeben.

Bernd Kissel und Felix Görmann (Flix) kennen sich seit knapp 20 Jahren. Beide sind als Comic-Zeichner und Autoren eigenständig tätig. Gleichzeitig haben sie in den vergangenen Jahren zahlreiche Gemeinschaftsprojekte veröffentlicht. So adaptierten sie für die Reihe Grimm das Märchen „Der Eisenhans“ und erzählten die Kurzgeschichte über die deutsch-französische Freundschaft im Auftrag des Goethe-Institutes Nancy.



In unterhaltsamen Small-Talk schilderten Bernd Kissel und Peter Schott, der ehemalige Bildungskoordinator des Goethe-Institutes Nancy, im voll besetzten Sitzungssaal des Überherrner Rathauses die Entstehungsgeschichte und die Hintergründe dieses so erfolgreichen deutsch-französischen Comicstrips.

Dass diese Ausstellung nach Berlin und Paris auch in Überherrn landete, ist nach den Worten von Bürgermeister Bernd Gillo kein Zufall, sondern durchaus gewollt, denn sie passe nirgendwo besser hin als nach Überherrn, einem kleinem Stück gelebten Europa.

Zur Ausstellungseröffnung konnte er so auch seinen Freund und Amtskollegen Roger Weber sowie den dortigen Jumelage-Beauftragten Jacques Ordener aus der lothringischen Partnerschaftsgemeinde L’Hopital begrüßen.