Größtes lokales Ereignis : Alles, was Beine hat, war zum Kirwe-Umzug da

Er ist da, und sie läuft: die Helzwella Kirw, noch bis Mittwoch. So lange wird ihr Patron Johannes Knoll aushalten. Dann wird er verurteilt: wie jedes Jahr.

Zufrieden beobachtete Georg Maringer, Ortsvorsteher von Hülzweiler, die Einfahrt von Johannes Knoll, seines Zeichens Kirwehannes. Nach rund 20 Gruppen, mal per pedes, mal hoch auf dem Wagen, neigte sich der Kirweumzug nach fast 90 Minuten durch den Ortskern dem Ende entgegen. Und wirklich alles, was Beine hat, schien am Samstagabend bei bestem Kirwewetter auf den Beinen zu sein.

„Ich bin glücklich, so viele Menschen sind gekommen und alle feiern so friedlich und gut gelaunt unsere Kirmes“, erklärte Maringer. Zusammen mit den Schaustellern, die in diesem Jahr einen lebensechten Dino mit nach Hülzweiler gebracht hatten, verteilte er unzählige Lebkuchenherzen an die Zuschauer entlang der Strecke. „Wir hatten in diesem Jahr bereits in der Rosenstraße unglaublich viele Zuschauer, wurden dort mit einem großen Banner mit unserem Schlachtruf „Wem is die Kirw?“ empfangen“, erzählte Uli Linn vom Chorwerk Hülzweiler.

Das hatte es sich nicht nehmen lassen, die Baumaßnahme am Lochbach auf die Schippe zu nehmen. Bestens gerüstet verteilten sie bereits die ersten Postkarten von der Kreuzfahrt im Luxusliner mit Anlegestelle direkt am Lochbach.

Großes Gedränge an der Zugstrecke: Die Laurentiuskirmes wurde mit dem Kirmesumzug eröffnet. Foto: Merkel Carolin/Carolin Merkel

Aber auch das Wassersportteam vom Lochbach sorgte mit seinem Algenmonster für gute Laune. Musikalisch eröffnet wurde der Umzug zur Eröffnung der Laurentiuskirmes vom Musikverein Hülzweiler. Werbung in eigener Sache machte die Volksbühne Hülzweiler, die in diesem Jahr „Pippi Langstrumpf“ auf die Freilichtbühne bringt. Die Pfadfinderschaft hatte sich mit ihren Mitgliedern unter dem Motto „Scouts for future“ versammelt und auch die Besenbinner aus Schwarzenholz nutzen die Gelegenheit, Werbung für ihre Kirmes in zwei Wochen zu machen.

Traditionell mit viel Manpower hoch her geht es auf dem Wagen der Hülzweiler Fußballer. Sie hatten Konfettiraketen und jede Menge laute Musik im Gepäck. Schließlich wurde es Zeit für die Bollen, die mit Bonbonregen dafür sorgten, dass auch schon mal das ein oder andere „Alleh Hopp“ erklang. Der Verein feiert in diesem Jahr 4x11 Jahre.

Am Ende aber warteten alle auf einen Mann: Johannes Knoll. Schließlich wird ihm zu Ehren die Helzwella Kirw gefeiert - und das noch bis Mittwoch.

Das Chorwerk lud die Besucher zu einer Kreuzfahrt auf dem Lochbach ein. Foto: Merkel Carolin/Carolin Merkel

Weitere Informationen zum Programm unter www.kirw.de

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