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Handball: Turnier für einen echten Tausendsassa

Handball : Turnier für einen echten Tausendsassa

Die HG Saarlouis veran- staltet am Samstag erst- mals das Klemens-Port-Turnier für U 17-Teams. Einer der Gegner der HG-Nachwuchshandballer ist der Traditionsverein VfL Gummersbach.

Nur wenigen Sportlern, Trainern oder Funktionären widerfährt diese Ehre. Die Würdigung, dass Turniere bereits zu Lebzeiten nach ihnen benannt werden. Der Namensgeber des am Samstag ab 11 Uhr in der Saarlouiser Stadtgartenhalle stattfindenden Klemens-Port-Turniers ist einer der Menschen, denen diese Auszeichnung zuteil wurde. Sänger, Handballer, Vollblut-Ehrenamtler: Klemens Port kennt in Lisdorf jedes Kind.

Seit seiner Jugend engagiert sich der heute 76 Jahre alte Tausendsassa mit unermüdlichem Eifer und Herzblut für die Gemeinschaft und hat in kulturellen und sportlichen Bereichen viel für den Heimatort bewegt. „Wenn es einer verdient, dann er“, dachten sich wohl auch die Verantwortlichen der HG Saarlouis. Als Anerkennung seines mittlerweile 55-jährigen Trainer-Einsatzes setzte der Verein dem immer noch agilen Übungsleiter ein Denkmal und ergänzte den Saarlouiser Veranstaltungs-Kalender ganz nebenbei um ein erstklassiges Sportereignis.

Im Eröffnungsspiel der HG Saarlouis gegen Badenliga-Meister HG Oftersheim-Schwetzingen (11 Uhr) werden der Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und die heimischen Zuschauer ihrer Mannschaft erstmals die Daumen drücken. Im weiteren Turnierverlauf (Modus: jeder gegen jeden) haben es die HG-Talente dann noch mit dem VfL Gummersbach (Zweiter der westdeutschen Meisterschaften) und mit dem TSV Bayer-Dormagen (Vizemeister der Nordrhein-Liga) zu tun – und können jede Unterstützung gebrauchen.

„Seid da, seid laut“, lautet deshalb auch der Aufruf an die Fans und Freunde. Verstecken müssen sich die Gastgeber indes nicht. Sie wurden Landesmeister, gewannen den Saarlandpokal und setzten sich dabei gegen den HSV Püttlingen durch. In der Qualifikation zur Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar war Saarlouis noch am späteren Drittplatzierten der überregionalen Spielklasse gescheitert. Nun schlugen sie ihn – ein Beleg für die schnellen Fortschritte der ehrgeizigen U17-Spieler, die bei zusätzlichen Einsätzen in der A-Jugend-Landesliga auch gegen körperlich überlegene Gegner Erfahrungen sammeln durften.

 Klemens Port.
Klemens Port. Foto: Bodwing

Hohe Intensitäten, Athletik-Schulung und die positionsbezogene Förderung sind erstrangige Trainingsziele der Auswahl, die in der kommenden Saison im vorderen Drittel der RPS-Oberliga mitmischen und die Favoriten ärgern will. Fernziel ist die Rückkehr in die Jugendbundesliga. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, das weiß auch Klemens Port. Die lebende Übungsleiter-Legende vom SC Saargold Lisdorf wird für die Handballgemeinschaft neben Willibald Lay von der DJK Roden auch weiterhin die Werbetrommel rühren und die Mini-Handballer mit Kompetenz und Feingefühl für seinen Sport begeistern – stets auf der Suche nach neuen Talenten und potenziellen Nachfolgern der aktuellen Bundesliga-Spieler.