Künste wie in vergangenen Zeiten

Künste wie in vergangenen Zeiten

Noch bis Sonntag ist das Mittelalter auf dem Kleinen Markt in Saarlouis zu Gast. Zum zweiten Mal lädt der St. Martinsmarkt dazu ein, bei freiem Eintritt an den Ständen entlang zu schlendern und einzutauchen in eine längst vergangene Zeit.

Am Freitag bei der Eröffnung hielt sich der Andrang in Grenzen, doch selbst die heftigen Regenschauer konnten die Laune der Standbetreiber nicht vermiesen. "Ein Guter halt's aus, um einen Schlechten ist's nicht schad", erklärte Ingeborg Rodeck lachend. Sie kommt aus mit ihrer Schildermalerei aus Trier, war im vergangenen Jahr bei der Premiere in Saarlouis dabei. "Das war ein sehr guter Markt. Überhaupt sind die Saarländer gute Kunden auf Mittelaltermärkten. Hier wird Handarbeit und unsere Liebe zum Detail geschätzt", sagt sie.

Ihr kleines Holzhäuschen ist nur einer von vielen liebevoll gestalteten Ständen, an denen es Lederwaren, Schmuck oder Leckereien zu kaufen gibt. So wie bei Jan Dunglas aus Klotten an der Mosel. Als Mittelalter-Fan kann sich der Essig-Spezialist kein Leben am Schreibtisch vorstellen.

Vor Regen geschützt zeigt Pavel Morch aus Tschechien seine Künste als Schmied. Ebenso wie Arndt Schnicker aus Bad Münster war er bereits im vergangenen Jahr in Saarlouis. Während den Schmied das Feuer zur Eisenschmelze wärmt, ist es bei der Sau am Spieß das Feuer, das die Schwarte so richtig knusprig macht. "Etwa fünf Stunden braucht die Sau, dann kann es losgehen", erklärt er und schneidet ein Stückchen ab. Doch nicht nur Deftiges, auch Süßes wie die Mandelrösterei verwöhnt die Besucher. Dazu warten Gaukler, Zauberei und Feuershow auf die Gäste.

Geöffnet ist an diesem Samstag von 12 bis 20 Uhr sowie am Sonntag von 12 bis 20 Uhr.

mittelaltertage-sb.de/

saarlouis-2013