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Tierschutz-Streit
Grüne: Landrat Lauer darf sich nicht wegducken

Die Vorgänge beim Tierschutzverein stehen im Fokus.
Die Vorgänge beim Tierschutzverein stehen im Fokus. FOTO: dpa / David-Wolfgang Ebener
Saarlouis. Die Vorgänge um die Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Untere Saar, die am Freitag vor einer Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Dillinger Stadthalle stattfand und die Zurückhaltung des Landrates (wir haben berichtet), stoßen auf Kritik der Grünen im Kreistag. red

Die Vorgänge um die Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Untere Saar, die am Freitag vor einer Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Dillinger Stadthalle stattfand und die Zurückhaltung des Landrates (wir haben berichtet), stoßen auf Kritik der Grünen im Kreistag.


Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Klaus Kessler, erklärt: „Wenn ein Verein, dessen Tierheim erheblich mit öffentlichen Geldern finanziert wird, in der Mitgliederversammlung die Öffentlichkeit ausschließt, fehlt die notwendige Transparenz im Umgang mit der Öffentlichkeit schlechthin. Es entsteht Missmut bei Betroffenen, Misstrauen bei Sympathisanten und Tierschutzfreunden, aber ebenso der Eindruck von Mauschelei.“ Das, betont Kessler, schade dem Verein und der Tierschutzidee generell. Jetzt sei Landrat Lauer gefragt. Er dürfe sich nicht wegducken, ohne Stellung zu beziehen, wenn es in dem Zusammenhang um öffentliche Gelder gehe.

Die intransparenten Vorgänge beim Tierschutzverein müssten ihn interessieren, er habe letztendlich auch eine kommunale Kontrollfunktion und oberste Verantwortung für alle Kommunen, die das Tierheim Dillingen mit finanzieren. Kessler: „Ich erwarte, dass er nach dieser Versammlung den Vorstand des Vereins zu einem Gespräch einbestellt, um Misstrauen auszuräumen und Fragen zu beantworten, damit verloren gegangenes Vertrauen in der Öffentlichkeit wieder hergestellt wird.“



Die Grünen wollen das Thema im öffentlichen Teil der nächsten Kreisausschusssitzung am 19. April besprechen.