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Kinderbücher
Ein Buch als Trost in Kriegstagen

Saarlouis. „Das Männlein Mittentzwei“ ist das Lieblingskinderbuch von SZ-Leserin Hiltrud Schu.

Bunte Bilder, spannende Geschichten und wagemutige Helden: Wenn es um Kinderbücher geht, haben viele Menschen eine ganz besondere Erinnerung. Anlässlich unseres Aufrufs zum internationalen Kinderbuchtag hat sich SZ-Leserin Hiltrud Schu gemeldet. Sie erinnert sich noch heute an „Das Männlein Mittentzwei“ – ein Kinderbuch, das sie vor 76 Jahren zur vierten Kriegsweihnacht geschenkt bekam.


Das schreibt sie über ihr liebstes Kinderbuch: „Das Männlein Mittentzwei ist ein Märchen des Dichters Paul Alverdes, zauberhaft illustriert mit bunten Zeichnungen. Mein Vater hatte es 1942 in Paris gekauft und mir von dort zur vierten Kriegsweihnacht geschickt. Ich war damals sieben Jahre alt und las immer wieder mit Begeisterung darin. Bis heute halte ich das Büchlein in Ehren. Das Märchen erzählt von dem dicken Jan und seinem kleinen Bruder Wolf und von ihren lädierten Spielsachen. Die hätten – so das Kindermädchen – nicht die beiden Buben, sondern das Männlein Mittentzwei zerbrochen. Eines Nachts erwachen die Jungen und ziehen in den Wald hinaus, um dem Männlein Mittentzwei sein übles Handwerk zu legen. Die beiden vorneweg mit der Trommel Zumperleinpumm und dem Fähnlein Allehau und hinter ihnen all die zerbrochen Spielsachen. Dort draußen zwingen sie das Männlein Mittentzwei, diese wieder heil zu machen, indem es aus einem Fläschchen Kindertränen auf sie träufelt, und das Land für immer zu verlassen.“

Denken auch Sie gerne an die (Bilder-)Bücher und die ersten selbst gelesenen Geschichten zurück? Dann schreiben Sie uns einen Text dazu. Schicken Sie diesen bitte per E-Mail an redsls@sz-sb.de, Stichwort: Kinderbuch.