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Kinderbücher
„Für die kleine Hexe ist man nie zu alt“

Saarlouis. Zum Weltkinderbuchtag erinnert sich auch SZ-Leserin Monika Bugs aus Saarlouis an die Heldin ihrer Kindheit: die kleine Hexe.

Ob Tiger und Bär, Michel aus Lönneberga oder Winnetou: Wenn es um das liebste Kinderbuch geht, haben alle Redakteurinnen und Redakteure der Lokalredaktion Saarlouis eine spezielle Erinnerung. Über ihre Favoriten haben sie anlässlich des internationalen Kinderbuchtags berichtet.


Auch SZ-Leserin Monika Bugs aus Saarlouis erinnert sich an die literarische Heldin ihrer Kindheit: die kleine Hexe. Bugs schreibt: „Wie gerne wollte ich Hexe werden/Hexe sein. Verantwortlich für diesen Wunsch: ‚Die kleine Hexe’ von Otfried Preußler. Wenn ein Buch meine Kindheit, meine Phantasie und Liebe zur Welt, das selbstverständliche Verstehen mit Tieren geprägt hat, dann dieses. Ich las es, als ich noch ‚sehr klein’ war, dann immer wieder, auch als ich mich ‚schon groß’ fühlte. Zu alt für die kleine Hexe. Nein! Für die kleine Hexe ist man nie zu alt. Was ist hängen geblieben? Ohne es noch einmal hervorzuholen, denn: Natürlich hätte ich es auch heute griffbereit, das Buch meiner Kindheit.

Die kleine Hexe ist mit ihren nur 127 Jahren zu jung, um in der Walpurgisnacht auf den Blocksberg zu reiten. Die Hierarchie der alten Hexen ist ungebrochen. Sie will sich bewähren, indem sie Menschen und Tieren Gutes tut, wie dem Maronenmann, der alten Frau, die Holz sammeln muss. Mit den Bösen treibt sie ihren Schabernack, immer verfolgt von der Wetterhexe Muhme Rumpumpel. Da ist dieses wunderbare Missverständnis der kleinen Hexe, die doch eine gute Hexe sein wollte, begleitet von ihrem Raben Abraxas. Sie verstehen beide nicht, dass eine gute Hexe gemeinhin eine böse Hexe ist . . ., wie die Wetterhexe, die als düstere Wolke alles zu kontrollieren sucht. Das Hoffnungsvolle im Märchen: dass das Gute am Ende siegt! Komisch nur, dass die kleine Hexe keine Katze hat!“



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