Geschäfte: Der Cap-Markt in Roden steht wohl vor dem Aus

Geschäfte : Der Cap-Markt in Roden steht wohl vor dem Aus

Der Cap-Markt in Roden steht offenbar vor dem Ende. Eine offizielle Mitteilung hat OB Peter Demmer zwar noch nicht, ein Gespräch mit dem Träger, der Awo Dillingen V.I.B., werde aber kommende Woche Klarheit bringen, sagte Demmer in der Ratssitzung am Donnerstag. Hintergrund ist vermutlich ein Umsatzeinbruch. Der Cap-Markt beschäftigt vor allem Menschen mit Behinderungen. Er ist der einzige Einkaufsmarkt im Zentrum Rodens. Demmer sicherte dem Rat zu, „alles zu tun, was zur Folge hat, dass die Nahversorgung in Roden erhalten bleibt“. SPD-Fraktionschef Hakan Gündüz hatte darauf hingewiesen, dass der Cap-Markt möglicherweise Ende Oktober schließe. Er hatte gefragt, „was die Stadt da tun kann“. CDU-Ratsmitglied Marc Speicher regte an, über eine andere Form nachzudenken, den Cap-Markt und damit die innerörtliche Nahversorgung im größten Stadtteil von Saarlouis zu erhalten. Vielleicht könne das im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ geschehen.

Cap-Märkte gibt es in der ganzen Bundesrepublik. Sie werden von einer Einkaufsgemeinschaft beliefert, um preislich am Markt konkurrieren zu können. Der Cap-Markt in Roden befindet sich in der Schulstraße, etwa gegenüber der Kirche. Im Rahmen des gerade angelaufenen Projektes „Soziale Stadt“ war das Gelände an und vor allem hinter dem Gebäude als ein zentraler Treffort für Roden angesprochen worden. Das Gebäude selbst, in dem der Cap-Markt untergebracht ist, gehört der städtischen Gesellschaft GBS.

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