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| 21:12 Uhr

Verkehrsprojekte
Umfahrung Rodens soll bis 2022 fertig sein

Diese Brücke der Autobahn A 8 über die Saar (Blickrichtung links) wird neu gebaut. Damit später die B 51 neu drunter durch laufen kann (etwa da, wo jetzt der Weg verläuft), wird die Brücke drei Meter höher gebaut. Spatenstich ist im Juni.
Diese Brücke der Autobahn A 8 über die Saar (Blickrichtung links) wird neu gebaut. Damit später die B 51 neu drunter durch laufen kann (etwa da, wo jetzt der Weg verläuft), wird die Brücke drei Meter höher gebaut. Spatenstich ist im Juni. FOTO: Thomas Seeber
Saarlouis. 56 Millionen Euro kostet das Paket aus Brückenneubau und Bau der B 51 neu um Roden. OB Peter Demmer: Im Juni ist Baubeginn. Von Johannes Werres

Ein „großer Wurf“ soll das werden, sagt der Saarlouiser OB Peter Demmer nach einem Gespräch mit der Führung des Landesbetriebes für Straßenwesen (LfS). Die komplette Umfahrung der beiden größten Stadtteile Roden und Fraulautern werde nun tatsächlich geschlossen. Bislang fahren viele Lkw vor allem aus dem französischen Autobahnnetz über die B 269 neu über Fraulautern (B 51 alt/B 405) Richtung Saarwellingen und Autobahn A 8. Oder über die B 51 durch Roden auch zur A 8. Auf der gesamten Strecke liegen zudem mehrere Industrie- und Gewerbegebiete. Das schon vorhandene Stück B 51 neu von Ensdorf bis zur Gustav-Heinemann-Brücke in Saarlouis bringt nur bedingt Entlastung. Die wird erwartet, wenn die B 51 neu an der Saar entlang läuft, unter der Autobahn A 8 hindurch und bis zur B 51, wo es zum Hafen abgeht.

Mit dem Bau dieses letzten Teilstücks wird der LfS beginnen, sobald er die Saarbrücke der Autobahn A 8 errichtet hat. Mitte Juni gibt es den ersten Spatenstich für diesen Neubau der Autobahnbrücke. Die neue Brücke wird einen entsteht neben der jetzigen. Das soll laut LfS ermöglichen, dass der Verkehr weiter vierspurig läuft. Der Bauauftrag für Brücke und Ortsumgehung ist am 9. April vergeben worden. 2021 soll die neue Brücke fertig sein.

Danach, in den Jahren 2021 und 2022, wird die Lücke der B 51 neu um Roden geschlossen. Das geht laut Demmer zügig, weil es den Damm für die Fahrbahn bereits gebe.

Autobahnbrücke und B 51 neu werden laut LfS 56 Millionen Euro kosten. Die jetzige B 51 in Roden könnte, sagt Demmer, später zur Gemeindestraße heruntergestuft und von der Stadt gestaltet werden.

Damit wäre die Umfahrung von Fraulautern und Roden komplett. Doch die Orte entlasten kann sie nur, wenn eine anderen Maßnahme umgesetzt ist: Der Ostring muss so geschlossen werden, dass Lkw, die aus Richtung Ensdorf (und damit zum Beispiel über die B 269 neu über den Lisdorfer Berg aus Frankreich) nach Saarwellingen wollen, gar nicht erst durch Roden und Fraulautern fahren. Dazu muss der Ostring geschlossen werden. Das aber wird erst dann richtig funktionieren, wenn der Ostring (auf der Höhe etwa der Grube Duhamel) an die B 51 neu angeschlossen wird. Problem: Zwischen Ostring und Saar verläuft die Bahn. Wie die überwunden werden soll, das kann noch niemand sagen. Diese Maßnahme, berichtet Demmer, sei noch nicht terminiert.

Klar ist indes: Wenn die Lkw Richtung Saarwellingen (und damit auch Richtung Autobahn A 8) den Ostring benutzen, fahren sie nicht mehr durch Fraulautern. So soll die Entlastung gerade des Innenbereichs von Lärm und Feinstaub erreicht werden. Die Brücke, die mitten in Fraulautern über die Bahn führt, den Ort in zwei Teile teilt und die Kreuzung von B 51 alt und B 405 (nach Saarwellingen/Gewerbegebiet Ost/A8) trägt, ist dringend sanierungsbedürftig. Demmer sagte, der LfS werde die Brücke neu bauen. Hoffnungen vieler Fraulauterner, ohne die Brücke auszukommen (wir berichteten), würden sich dann nicht erfüllen. Demmer brachte aber einen anderen Vorschlag vom LfS-Gespräch mit. Die Idee sei bei einem Gespräch im Rathaus entstanden und zunächst vom LfS verworfen worden. Beim jüngsten Gespräch habe er die Idee wieder aufgegriffen, sagte Demmer gestern.

Danach könnte vom Scheitelpunkt der Brücke in Richtung Ensdorf ein Ast nach rechts abführen. Er würde dem alten Verlauf der Straße folgen und wieder auf die B 51 alt einschwenken.

Größter Vorteil: Im Programm des Bundesprojektes Soziale Stadt wird eine Fläche vor der Kirche als neuer Ortsmittelpunkt vorgeschlagen. Diese Fläche könnte dann bedeutend größer werden. Der Neubau der Brücke werde aber erst nach Fertigstellung von Autobahnbrücke und Lückenschluss B 51 begonnen. Das wäre dann erst nach 2022.

Das Nacheinander habe er sich zusagen lassen, berichtete Demmer, „sonst kommt es zum Verkehrschaos“.