| 22:12 Uhr

Ostring und Brücke
Ist der Neubau der Fraulauterner Brücke wirklich alternativlos?

Saarlouis. CDU und Grüne im Saarlouiser Stadtrat wollen den Anschluss an die B51 neu priorisieren und überprüfen, ob eine Stabilisierung der Brücke möglich ist.

CDU und Grüne im Saarlouiser Stadtrat nehmen die Diskussion um die Fraulauterner Brücke zum Anlass, zwei Anträge zu stellen. Nachdem in der vorigen Woche der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) einen Neubau der Brücke als alternativlos bezeichnet hatte (wir berichteten), wollen die beiden Parteien andere Möglichkeiten prüfen.


Die Diskussionen um den Neubau der Fraulauterner Brücke zeigten, schreiben die Fraktionsvorsitzenden Raphael Schäfer, CDU, und Gabriel Mahren, Grüne, in einer Pressemitteilung, „dass der Lückenschluss des Ostrings noch massiver vorangetrieben werden muss“. Die Priorisierung
des Anschlusses an die B51 neu ist Inhalt des ersten Antrags. Mit dem zweiten wollen CDU und Grüne die Standfestigkeit des Brückenbauwerks oder eine mögliche statische Ertüchtigung gutachterlich überprüfen lassen. Die beiden sind der Auffassung, „dass ein Brückenneubau nur vermieden werden kann, wenn der Ostring komplettiert ist und die innerörtlichen Bundesstraßen mit weniger Verkehrsaufkommen herabgestuft werden dürfen“.

Im Anschluss an die B51 neu sehen Schäfer und Mahren den komplexesten Teil der geplanten Ostumgehung von Fraulautern, da hier die Gemeinde Ensdorf mit berührt, eine Bahnstrecke zu unterqueren und eine Bundesstraße (B51 neu) einzubeziehen sind. Wird der Anschluss schnell genug hergestellt und käme es trotz aller Widrigkeiten wie fehlender Grundstücke schnell genug zur Fertigstellung des gesamten Ostringes, dann könne der Brückenneubau neu überdacht werden.



Deshalb auch der Antrag auf Überprüfung, ob die Brücke entgegen der Aussage des LfS nicht doch stabilisiert werden könnte. „Hiervon erwarten wir eine Prognose, ob und um welchen Zeitraum der Brückenneubau eventuell verschoben werden kann“, schreiben die Fraktionsvorsitzenden. Anschließend könne entschieden werden, ob die Zeit ausreicht, um den Ostring in Gänze zu schließen und damit auf den Brückenneubau gänzlich zu verzichten.

Weiter heißt es in der Mitteilung: „Wäre das alles nicht der Fall, würden nur Teile des Ostringes fertiggestellt und müsste die Brücke damit tatsächlich neu gebaut werden, so würde zumindest eine provisorische Anbindung an die B51 neu Sinn ergeben, denn im Zusammenhang mit dem umstrittenen Brückenneubau würden massive Umleitungsverkehre auf die Fraulauterner zukommen.“ Die wollen CDU und Grüne aus der Ortslage heraus halten und gegebenenfalls wenigstens provisorisch umleiten.

(pum)