Biringen, Fürweiler, Gerlfangen und Oberesch haben Keime im Wasser

Biringen, Fürweiler, Gerlfangen und Oberesch haben Keime im Wasser

"Wir haben eine Keimbelastung", hat der Leiter des Gesundheitsamts Saarlouis, Dr. Wolfgang Schmitt, auf Nachfrage am Freitag bestätigt. Am Donnerstag hatten die Technischen Werke Rehlingen-Siersburg (TWRS) so genannte coliforme Bakterien in einem Teil des Wasserleitungs-Netzes der Gemeinde gefunden.

"Glück im Unglück" nennt es Schmitt, dass vom Hochbehälter Gerlfangen aus ausschließlich Gerlfangen, Biringen, Fürweiler und Oberesch betroffen seien. Knapp 1900 der rund 15 500 Einwohner der Gemeinde leben hier.

Wie die Keime in den Hochbehältern gelangt sind, ist nach Angaben des technischen Geschäftsführers der TWRS, Martin Schmidt, noch nicht klar. Amtsarzt Schmitt sagt, dass es auch vorkommt, dass die Quelle solcher Verunreinigungen überhaupt nicht gefunden wird. Laboruntersuchungen zu den Keimen laufen. Der Leiter des Gesundheitsamts stuft sie aber als "nicht ganz so gefährlich" ein. Als "fakultativ pathogen" schade der Keim "auf deutsch gesagt" gesunden Erwachsenen nicht. Allerdings können diese Keime Ältere, Geschwächte oder Kranke gesundheitlich gefährden. Schmitt: "Ich habe deshalb gesagt: Abkochen, bis die Chlorung steht."

Das wiederum heißt angesichts der Größe des Leitungsnetzes, das es durch die Gabe von Chlor ins Wasser zu reinigen gilt: Bis Dienstag/Mittwoch der kommenden Woche wird es dauern, bis gechlortes Wasser alle Keime erwischt haben wird. So lange sollte das Wasser aus den Leitungen drei Minuten abgekocht werden. Für Kindernahrung, empfiehlt Schmitt, sollte das gechlorte Wasser nicht verwendet, sondern Wasser aus Flaschen genommen werden.