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Windkraft
Nalbacher Rat spricht erneut über Windpark

Nalbach/Düppenweiler. Über den Windpark Piesbach wird der Gemeinderat von Nalbach in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag, 27. September (Beginn: 18 Uhr, Sitzungssaal des Rathauses), sprechen – zum dritten Mal bereits, nachdem das Gremium zuletzt im Februar gegen den angestrebten Bau von zwei Windrädern nahe Piesbach votiert hatte. red

Diese beiden Anlagen waren zuvor als Teil eines gemeindegrenzenüberschreitenden Windparks Primsbogen vorgesehen gewesen, den Nalbach zusammen mit den Nachbarkommunen Schmelz und Beckingen hatte realisieren wollen. Allerdings war dieses Projekt nach Widerstand in den Gemeinden 2016 aufgegeben worden – nach dem ersten ablehnenden Votum des Nalbacher Rates.


Der Windkraft-Investor, eine Tochtergesellschaft des Energieversorgers EnBW aus Baden-Württemberg, versucht nun, an den drei Standorten des einstigen Windparks Primsbogen die dort vorgesehenen Anlagen in getrennten Verfahren zu errichten. Unverändert geblieben ist die Kritik an dem Projekt, die durch die Interessengemeinschaft Vernünftige Windenergie (IVW) artikuliert wird.

Die Bürgerinitiative moniert unter anderem, dass die Anlagen – die rund 200 Meter hoch werden und auf einer Fläche in 313 Metern Höhe über dem Meeresspiegel stehen – sogar den 414 Meter hohen Litermont um gut 140 Meter überragen würden und somit die Landschaft rund um den Berg verschandeln würden.



Auch die Verkehrsbelastung in der Bauphase, gesundheitliche Belastungen durch Infraschall und befürchtete Wertverluste von Immobilien in den umliegenden Ort-
schaften, darunter auch Düppenweiler, bleiben Kritikpunkte der Bürgerinitiative.