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Hallenfußball
Vom Nachrücker zum Held des Abends

Jubel über den Hattrick: Die SG Lebach-Landsweiler gewann ihr eigenes Turnier zum dritten Mal in Folge. Im Finale gab es ein 4:1 gegen den FV Eppelborn.
Jubel über den Hattrick: Die SG Lebach-Landsweiler gewann ihr eigenes Turnier zum dritten Mal in Folge. Im Finale gab es ein 4:1 gegen den FV Eppelborn. FOTO: Ruppenthal
Thomas Zimmermann lässt die SG Lebach-Landsweiler beim eigenen Hallenturnier jubeln. Beim Turnier der SG Nalbach-Piesbach wurde derweil der Siegeszug des FV Diefflen gebremst. Von Philipp Semmler

Turnier des FV Lebach:



Thomas Zimmermann hat Saarlandligist SG Lebach-Landsweiler zum Sieg beim „Heimturnier“ um den HKS-Cup des FV Lebach (54 Wertungspunkte) geschossen. Dem Mittelfeldspieler gelang am Mittwochabend im Finale gegen Oberligist FV Eppelborn ein Doppelpack – und das gegen seinen Ex-Club. Zimmermann war erst im Sommer vom FVE zur SG gewechselt. „Gegen den alten Verein ist man natürlich immer besonders heiß“, erklärte der Mittelfeldspieler und strahlte.

Zunächst erzielte Zimmer das 1:0 für seine Mannschaft, danach machte er mit dem Treffer zum 4:1 den Sack endgültig zu. Dabei stand Zimmermann am Endrunden-Tag eigentlich gar nicht im Kader der SG. Er rückte erst im Laufe der Zwischenrunde nach, weil Romain Heinen wegen Leistenproblemen nicht mehr weiterspielen konnte.

Zwischen diesen Toren hatte Johannes Biewer das 2:0 für Lebach erzielt. Wenig später brachte ein Eigentor von Eppelborns Bono Marjanovic die Hausherren endgültig auf die Siegerstraße. Der 1:3-Anschlusstreffer des Oberligisten durch Kevin Saks war letztendlich nur Ergebniskosmetik. „Lebach hat verdient gewonnen, weil wir zu viele unnötige Fehler gemacht haben“, gab FVE-Mittelfeldspieler Pascal Schmidt zu.

Lebach-Landsweiler feierte übrigens den dritten Sieg beim eigenen Turnier in Serie. Durch den Erfolg übernahm das Team von Trainer Faruk Kremic auch die Führung in der Masters-Qualifikations-Wertung. „Wir haben in Sachen Masters jetzt einen Fuß in der Tür“, freute sich Doppel-Torschütze Zimmermann.



Rang drei ging an den amtierenden Masters-Sieger FC Wiesbach. Der Oberligist setzte sich im kleinen Finale mit 3:2 gegen Landesligist SG Lebach-Landsweiler II durch. Julian Wamsbach im Kasten der Hertha entschied damit das Bruder-Duell gegen seinen jüngeren Bruder Jannik, der bei Lebach-Landsweiler II das Tor hütet, knapp zu seinen Gunsten. Zuvor war die Hertha im Halbfinale mit 2:3 an Lebach-Landsweiler I gescheitert. Das Turnier sahen insgesamt 900 Zuschauer.

Turnier der SG Nalbach-Piesbach:

Saarlandligist SF Köllerbach hat am Donnerstag den Siegeszug von Oberligist FV Diefflen beim Autohaus-Zeller-Cup der SG Nalbach-Piesbach (46 Wertungspunkte) gestoppt. Diefflen hatte das Turnier zuletzt fünf Mal in Serie gewonnen. Am Donnerstagabend scheiterte der FV aber im Halbfinale an den SF Köllerbach. Die Sportfreunde setzten sich in der Nalbacher Litermonthalle mit 4:3 nach Siebenmeterschießen durch.

„Wenn wir mal in der Halle verlieren, machen Außenstehende immer so, als wäre es das siebte Weltwunder. Mir war aber von vornherein klar, dass es für uns in diesem Winter in der Halle schwerer wird. Wir haben dieses Mal viele jüngere Spieler mit noch nicht so viel Erfahrung dabei“, erklärte FV-Spielertrainer Thomas Hofer.

Nach dem Sieg gegen Diefflen gewann Köllerbach auch das Finale gegen den Ligakonkurrenten VfB Dillingen. In diesem setzte sich die Mannschaft von Spielertrainer Robin Vogtland mit 6:2 nach Verlängerung durch. Für die SF war es nach zuvor drei Final-Niederlagen der erste Triumph bei einem Masters-Turnier in diesem Winter.

In der Extraspielzeit gegen Dillingen gelangen dem Club aus dem Köllertal nach einem 1:2-Rückstand fünf Tore binnen vier Minuten. Meriton Mehmeti brachte die SF mit einem Doppelpack mit 3:2 in Führung, danach trafen noch Roni Ciftci, Spielertrainer Vogtland und Basel Mohammad. Matthias Krauß hatte in der Verlängerung den zwischenzeitlichen Dillinger Führungstreffer erzielt.

Köllerbach rückte durch den Erfolg auf Rang drei der Masters-Wertung vor. „Das war ein großer Schritt zur Qualifikation, aber noch kein entscheidender“, sagte Spielertrainer Vogtland. Rang drei beim Nalbacher Turnier ging an Diefflen durch ein 7:2 im kleinen Finale gegen Landesligist SG Körprich-Bilsdorf. Das Turnier sahen 850 Zuschauer.

Turnier des FC Noswendel Wadern:

Der traditionsreiche Haco-Cup des FC Noswendel Wadern (68 Wertungspunkte) war auch in diesem Winter wieder ein Zuschauermagnet. 650 Besucher sorgten dafür, dass die Herbert-Klein-Halle am Finaltag bis auf den allerletzten Platz gefüllt war. Insgesamt kamen an drei Turniertagen 1500 Zuschauer. Sie sahen einige Überraschungen: Titelverteidiger SV Morlautern (Oberliga) scheiterte bereits in der Zwischenrunde am SV Losheim und dem SV Mettlach. Im Viertelfinale wurde der zweite Oberligist im Teilnehmerfeld, der FK Pirmasens, von Landesligist Losheim aus der Halle gefegt. Losheim siegte – auch dank vier Treffern von Spielertrainer Nico Lalla – mit 7:0.

Neben Losheim erreichten auch die Gastgeber sowie die Saarlandligisten VfL Primstal und SV Hasborn das Halbfinale. Dort zog Losheim mit 1:2 gegen Hasborn den Kürzeren – und kassierte dabei zwei Rote Karten. Noswendel Wadern (Verbandsliga) musste sich Primstal mit 2:4 geschlagen geben. Danach sicherten sich die Hausherren durch ein 6:2 gegen Losheim aber immerhin Rang drei. Der Sieg ging an Hasborn, das im Endspiel Primstal mit 4:2 bezwang. Die beiden spielentscheidenden Treffer zum 3:2 und 4:2 markierte Cedric Collet.