Morgens zu spät zur Schule wegen überfüllter Saarbahn

Morgens zu spät zur Schule wegen überfüllter Saarbahn

Weil ihre Tochter, Schülerin am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach, morgens oft keinen Platz mehr in der Saarbahn findet, meldet sich eine Mutter bei unserer Zeitung. Auch die Schule bestätigt auf Anfrage das Problem.

Die Mutter einer zwölfjährigen Schülerin des Lebacher Geschwister-Scholl-Gymnasiums beschwerte sich bei der Saarbrücker Zeitung, dass ihre Tochter bereits mehrfach nicht in die Saarbahn um 7.08 Uhr ab Landsweiler-Nord in Richtung Lebach einsteigen konnte, weil diese besetzt war.

Nach Aussage der Schülerin sei oftmals in der Mitte der beiden Waggons noch Platz, die Fahrgäste würden jedoch nicht aufrücken, sondern überwiegend an den Türen stehen bleiben. Die Fahrer würden nichts unternehmen, um Platz zu schaffen.

Die Mutter merkt noch an, dass sie auch Klagen von Eltern anderer Lebacher Schulen gehört habe, die sich aus dem gleichen Grund beschwerten. Auch ihre Kinder kämen öfters nicht pünktlich zum Unterricht, weil sie einen späteren Zug benutzen müssten. Wörtlich sagt sie: "Wir zahlen für die paar Kilometer Fahrt bis Lebach-Jabach jährlich 423 Euro. Dafür kann unsere Tochter eine pünktliche Beförderung verlangen. Warum hängt die Saarbahn morgens vor Schulbeginn nicht noch einen dritten Waggon an ihre Züge an?"

Auf Nachfrage beim Geschwister-Scholl-Gymnasium bestätigte Schulleiterin Heidemarie Schwindling die Klagen von Eltern wegen überfüllter Saarbahnzüge. Weiter berichtet sie: "Seit dem Wegfall einiger Buslinien registrieren wir zudem eine Anhäufung von Beschwerden über die Ankunfts- und Abfahrtzeiten der Saarbahn am Haltepunkt Lebach-Jabach. Der Fahrplan ist so eng gestrickt, dass die Schüler Mühe haben, morgens pünktlich den Unterricht zu erreichen und mittags in angemessener Zeit nach Hause zu gelangen. Die Schulleitung hat bereits mit der Saarbahn wegen einer Anpassung des Fahrplans an die Unterrichtszeiten der Lebacher Gymnasien verhandelt.

Eine Angleichung sei jedoch nicht so einfach machbar, wie Sarah Schmidt, Pressesprecherin der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken (VVS), berichtet: "Wir stehen seit vorigem Jahr wegen der Anpassung des Fahrplans an die Unterrichtszeiten im Schulzentrum Lebach in Gesprächen mit den Schulen, den Anliegergemeinden und der Deutschen Bahn (DB). Die geforderte Anpassung ist jedoch nicht ohne Weiteres machbar, weil wir gemeinsam mit der DB ein Gleis nutzen und sich Änderungen der Fahrzeiten in Lebach auf unser gesamtes Netz auswirken." Zu den überfüllten Zügen erklärt die VVS-Sprecherin: "In den letzten Tagen konnten wir nicht alle Doppeltraktionen wie geplant einsetzen, da mehrere Fahrzeuge wegen Hauptuntersuchungen und Unfallschäden nicht zur Verfügung standen. Die Situation bleibt in den kommenden Wochen noch angespannt. Wir werden unsere Fahrer aber auffordern, die Fahrgäste per Durchsage zum Aufrücken in den Zügen zu bewegen."

Mehr von Saarbrücker Zeitung