Niederlage gegen den ewigen Rivalen

Niederlage gegen den ewigen Rivalen

Die Volleyballerinen des TV Lebach haben das Derby der Regionalliga Südwest gegen den SSC Freisen mit 3:1 gewonnen. Sowohl im ersten wie auch im vierten Satz triumphierte der TVL dabei trotz eines hohen Rückstandes.

Elena Weishaar machte einen Freudensprung, ihre Mitspielerinnen schrien ein langgezogenes "Jaaaaaa" in die Halle oder reckten die Arme freudig zur Decke. Die Freude bei den Volleyballerinnen des TV Lebach war riesengroß, als sie am Samstagabend ihren ersten Matchball zum 3:1-Derbysieg gegen den Dauer-Rivalen SSC Freisen verwandelt hatten.

Zuvor hatten die Spielerinnen und die 200 Zuschauer in der Sporthalle an der Dillinger Straße ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Und die Gastgeberinnen zeigten sich dabei als Comeback-Königinnen. Gleich in zwei Sätzen konnte Lebach einen hohen Rückstand aufholen und diese Durchgänge am Ende für sich entscheiden - der Schlüssel zum Derby-Sieg. "Das ist unfassbar, dass wir zwei Mal so zurückgekommen sind. Die Mädels haben aber das ganze Spiel über hervorragend gekämpft. Egal, wer auf dem Feld war", freute sich Lebachs Trainer Philipp Betz.

Dabei hatte sein Team den Beginn der Begegnung richtig verschlafen. Freisen führte im ersten Satz schnell mit 5:0. Betz nahm ganz früh seine erste Auszeit - aber zunächst ohne Erfolg. Die Gäste gaben weiter Gas und bauten ihre Führung auf 17:8 aus. Doch dann kam Lebach. Der TV glich durch einen Schmetterball von Janina Herrmann zum 21:21 aus. Wenig später verwandelte Herrmann sogar den Satzball zum 25:23.

Im zweiten Satz war dann Freisen dran mit einer Aufholjagd: Einen 9:14-Rückstand wandelten die Gäste in eine 20:17-Führung um. Zwar wurde es am Ende noch einmal eng, doch dieser Durchgang ging mit 26:24 an die Gäste. Im dritten Satz war dann wieder Lebach am Drücker, siegte glatt mit 25:18.

Wer aber gedacht hatte, nun sei Freisens Gegenwehr gebrochen, sah sich getäuscht: Denn die Akteure beider Teams boten den Besuchern noch einen packenden Durchgang. Freisen legte im vierten Satz los wie die Feuerwehr und führte mit 6:0 und 9:3. Doch wieder gelang es dem SSC nicht, den Vorsprung zu halten. Lebach glich zum 16:16 aus und holte sich kurz danach mit einem 25:22 den Satz und den Sieg.

Für Lebach war es der sechste Sieg im sechsten Regionalliga-Duell der beiden Teams, Freisens Trainerin Brigitte Schumacher wollte sich in der ersten Enttäuschung nicht zu dem Spiel äußern. Ihre Mannschaft wahrte aber trotz der Derby-Pleite als Drittletzter seinen Neun-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsränge. Am Samstag um 18.30 Uhr erwartet Freisen in der nächsten Liga-Begegnung in der Bruchwaldhalle Tabellenführer TV Waldgirmes. Lebach kletterte durch den Erfolg auf Tabellen-Rang fünf.

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