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Zwölf Ratsmitglieder stimmten Selbstverpflichtungserklärung zu

Namborn. Nach heftigen Diskussionen stimmte die Mehrheit während der jüngsten Namborner Gemeinderatssitzung dem Bau einer Kinderkrippe für den Kindergarten Furschweiler zu. Die Kosten für das Vorhaben sollen 890 000 Euro betragen. se

"Wenn heute der Vorlage nicht zugestimmt wird, ist nicht nur das Vorhaben Kinderkrippe für den Kindergarten Furschweiler, sondern auch die energetische Sanierung des Gebäudes insgesamt gestorben", mahnte Namborns Bürgermeister Theo Staub (SPD) an. In der jüngsten Namborner Ratssitzung ging es wieder einmal mehr um diese Kinderkrippe, und wieder kam es teilweise zu heftigen Diskussionen. Wie Bürgermeister Staub erklärte, habe er eine Selbstverpflichtungserklärung der Gemeinde gegenüber der kommunalen Aufsichtsbehörde in Sachen Kreditaufnahme für das Furschweiler Projekt abgegeben. Dieser Erklärung sollte nun der Gemeinderat zustimmen. "Wir haben die Abstimmung frei gegeben, ich persönlich stimme dagegen", sagte Simone Korb für die SPD-Ratsfraktion. "Die CDU steht weiterhin geschlossen hinter dem Großprojekt", so Fraktionschef Thomas Rein. Nach deren Ansicht sei der Bedarf weiterer zehn Krippenplätze da. Anders sieht es Norbert Jung. Der FLN-Chef sagte: "Wenn Nachfrage für die Kinderkrippe da wäre, gebe es die Probleme in der Gemeinde Freisen nicht und verwies auf einen entsprechenden Artikel in der Saarbrücker Zeitung "Noch viel Platz in der Krippe" und auf die schwierige Haushaltssituation der Gemeinde Namborn. Dann wurde es spannend in der Ratssitzung im Bürgerhaus in Hofeld mit 22 Mitgliedern. Zwölf Ratsmitglieder folgten Staub und stimmten der Selbstverpflichtungserklärung zu. Es waren alle CDU-Mitglieder. Hinzu kamen Herbert Leinenbach und Kurt Jost von der SPD, beide aus Furschweiler. Die vier Mitglieder der FLN und die übrigen Mitglieder der SPD waren dagegen. Die beiden Vertreter der Linkspartei enthielten sich der Stimme. Staub sagte: "Die Gemeinde hat nun die Genehmigung, Geld für das Projekt in Furschweiler aufzunehmen und kann, sobald der Zuschussbescheid vorliegt und der vorzeitige Baubeginn erteilt ist, mit den Arbeiten beginnen und vorfinanzieren." Das Furschweiler Projekt ist mit 890 000 Euro veranschlagt. Zuschüsse erwartet werden 105 000 Euro vom Bund, 314 000 Euro vom Land und 235 500 Euro vom Landkreis St. Wendel, verbleiben für die Gemeinde 235 000 Euro.