1. Saarland

Getöteter Säugling wird heute in Kleinblittersdorf beigesetzt

Getöteter Säugling wird heute in Kleinblittersdorf beigesetzt

Auf dem Waldfriedhof in Kleinblittersdorf wird heute der Säugling beerdigt, dessen Leiche vor einer Woche in einem Gebüsch an einem Parkplatz gefunden wurde. Die Polizei hat bislang noch keine heiße Spur.

. Im Fall des ermordeten Säuglings, dessen Leiche vor einer Woche von einem Passanten im Gebüsch am Parkplatz eines Drogeriemarktes in Kleinblittersdorf gefunden wurde, sucht die Polizei weiter nach Hinweisen auf den oder die Täter. Nach öffentlichen Fahndungsaufrufen seien bislang einige Hinweise auf Fahrzeuge und Personen, die in der Nähe des Fundortes gesehen wurden, eingegangen, sagte Polizeisprecher Georg Himbert gestern. "Eine heiße Spur haben wir aber noch nicht", so Himbert.

Die Ermittler der Mordkommission "Kreisel" - die Leiche wurde in der Nähe eines Verkehrskreisels gefunden - hören sich nach SZ-Informationen derzeit auch in Kliniken und Frauenarztpraxen um, ob sich möglicherweise eine Hochschwangere seit längerer Zeit nicht mehr gemeldet hat. Zudem wurde über die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ein förmliches Rechtshilfeersuchen an die französische Justiz gerichtet. Wie es heißt, soll die Police judiciaire in Metz die Ermittlungen in Frankreich übernehmen. Die Leiche des Babys, das wenige Stunden nach seiner Geburt erdrosselt oder erwürgt wurde, lag auf eine Plastiktüte mit der Aufschrift "Papeterie Espace France Loisirs" und "www.placemedia.com&;#8220;. Neben dem Kopf des Babys wurde ein Geschirrhandtuch gefunden, dessen Etikett den Schriftzug "LE LINGE D'ANTON" trug.

Auf dem Waldfriedhof in Kleinblittersdorf wird heute um 15 Uhr der Leichnam des kleinen Jungen beigesetzt. Zuvor findet um 14.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Agatha eine Trauerfeier statt. Das Saarbrücker Bestattungsunternehmen Hubert Laubach führt nach Informationen unserer Zeitung Beisetzung und Trauerfeier weitgehend auf eigene Kosten durch und hat eine Traueranzeige veröffentlicht. Wie zu erfahren war, hat das Schicksal des unbekannten Babys die Belegschaft des Unternehmens sehr berührt. Weil das Kind nicht quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit beerdigt werden soll, sei die Anzeige mit dem Ziel geschaltet worden, dass Leute zur Trauerfeier kommen.

Auf die Holztafel, die an dem Kinderreihengrab aufgestellt werden soll, wurde ein kleiner Engel aufgedruckt.