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Wilder Westen – rasant, aber friedlich

Howgh!. So begrüßen die Rothäute ihre Gäste. Zum zwölften Mal wird vom 19. bis 21. August am Bostalsee das Indianer-Powwow gefeiert. Rasante Reitershows, das Knallen der Kanonen, zauberhafte Abenteuer und Musik gehören zum dreitägigen Ausflug in den Wilden Westen. Evelyn Schneider

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Evelyn Schneider

Matthias ZimmermannDer Wilde Westen übt eine gewisse Faszination auf die Menschen aus. Das beweisen nicht zuletzt unsterbliche Buch- und Leinwand-Helden wie Winnetou und Old Shatterhand.

Auch Lieder beschäftigen sich mit den Helden jener Zeit. So besingt Will Smith den "Wild wild west", Gitte Haenning will in den 1960er-Jahren "'nen Cowboy als Mann", Gus Backus lässt in der gleichen Zeit den "Alten Häuptling der Indianer " sprechen, und Pur fragt drei Jahrzehnte später: "Wo sind all die Indianer hin?"

Einige von ihnen sind am Bostalsee. Zumindest vom 19. bis 21. August. Dann steigt nämlich das zwölfte Indianer-Powwow. Ganz so rau wie im Wilden Westen geht es dort nicht zu. Indianer , Trapper, Rancher und Soldaten bauen im Strandbad Bosen ihre Tipis, Lodges und Armee-Zelte friedlich nebeneinander auf. Gruppen aus Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, aus Bayern, Thüringen und Berlin haben ihr Kommen zugesagt.

Und da der Wilde Westen gern mal besungen wurde, darf auch beim Powwow Musik nicht fehlen. Am Freitag- und Samstag, jeweils 19 Uhr, stehen Auftritte von Bands auf dem Programm. Den Anfang macht Night Hawk am Freitag, am Samstag spielt Lunch Box. Beide Formationen machen Countrymusik .

Beginn des dreitägigen Festes ist am Freitag, 19. August, 16 Uhr. Ab dann können die Besucher durchs Lager flanieren. Ehe dann Night Hawk, Sieger des Deutschen Countrypreises 2014, den Ton angibt.

In einer Pause gegen 20 Uhr wird es dann rasant: Die Voltigeure der Plains Indians zeigen Stunts auf, unter und neben ihren Pferden. Am Samstag und Sonntag, 20. und 21. August, fällt jeweils gegen 12 Uhr der Startschuss fürs Programm. Und das ist bei diesem Fest durchaus wörtlich gemeint.

Denn in der Mittagszeit und am frühen Abend feuern die Soldaten der Nord- und Südstaatler ihre schweren historischen Kanonen ab. Am Samstag um 16 Uhr führt Martin Mathias sein Zaubertheater "Indianer Geheimnisse" auf. Er nimmt dabei die Kinder mit auf eine gefährliche Reise in die Prärie, wo Schlangen, Wölfe und die feindlichen Comanchen lauern.

Außerdem gibt es an beiden Tagen Indianertänze, Reitershows mit den Plains Indians aus dem Elsass oder Live-Musik mit Raza Inka aus den Anden. Neben dem Lager können Besucher auch an den Ständen das Westernmarktes entlangschlendern. Dort bieten Händler Wildwest-Waren an, etwa Hüte, Lederjacken, Decken oder Indianerschmuck.

Die Kinder können kreativ werden und in einer Werkstatt Stirnbänder, Amulette, Armbänder oder Ketten basteln. Oder sie reiten auf einem der Ponys.

Zum Thema:

Auf einen Blick Das Indianer-Powwow steigt vom 19. bis 21. August im Strandbad Bosen am Bostalsee. Geöffnet ist am Freitag, 16 bis 23 Uhr, Samstag, 12 bis 23 Uhr und Sonntag, 12 bis 19 Uhr. Veranstalter: Freizeitzentrum Bostalsee gemeinsam mit Gog Concept. Das Programm: Freitag, 19 Uhr: Countrymusik mit der Band Night Hawk, 20 Uhr: Reitershow mit den Plains Indians. Samstag, 16 Uhr: Zaubertheater mit Martin Mathias, 19 Uhr: Countrymusik mit der Band Lunchbox. Außerdem gibt es Samstag und Sonntag Reitershows, Indianertänze, Musik mit Raza Inka, Auftritte der Trommlergruppe Savy Western und mehr. indianer-powwow.de

Zum Thema:

Am Rande Eintrittspreise für das dreitägige Indianer-Powwow am Bostalsee: Eine Tageskarte kostet am Freitag für Erwachsene acht Euro, für Kinder ab sechs Jahren und Jugendliche vier Euro. Samstag und Sonntag kostet die Tageskarte für Erwachsene acht Euro, für Kinder ab sechs Jahren und Jugendliche fünf Euro. Eine Drei-Tages-Karte gibt es für Erwachsene zum Preis von 16 Euro, Kinder (ab sechs Jahre), und Jugendliche zahlen zehn Euro. red