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Exzellenzcluster
Unis Mainz und Saarbrücken hoffen auf Zuschlag für Forschungsprojekte

Der Campus der Universität des Saarlandes.
Der Campus der Universität des Saarlandes. FOTO: BeckerBredel
Bonn. Mit Spannung blicken am heutigen Donnerstag die Universitäten in Mainz und Saarbrücken nach Bonn. Dort gibt eine Expertenkommission (16.00 Uhr) bekannt, welche neuen Forschungsnetzwerke verschiedener Wissenschaftsdisziplinen künftig als Spitzenforschung gefördert werden. dpa/lrs

Von den knapp 90 Anträgen von bundesweit rund 40 Hochschulen zu sogenannten Exzellenzclustern stammt jeweils einer von der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität und der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.


Die Mainzer Uni hat die Verlängerung der Förderung für das Exzellenzcluster Prisma beantragt. Prisma steht für Präzisionsphysik, fundamentale Wechselwirkungen und Struktur der Materie. Es geht nach Uni-Angaben um die Erforschung der Natur der Bausteine von Materie und deren Bedeutung für die Physik des Universums. Teil des Ganzen ist unter anderem der im Aufbau befindliche Teilchenbeschleuniger Mesa. Prisma wurde von 2012 bis 2018 bereits mit mehr als 34 Millionen Euro gefördert. Nun hat die Uni für den Nachfolger Prisma plus für weitere sieben Jahre 57 Millionen Euro beantragt.

Bei der Uni des Saarlandes geht es um ein neues Exzellenzcluster „Digitale Realität“. Hier wollen Informatikforscher unter anderem mit Wissenschaftlern der Max-Planck-Institute für Informatik und Softwaresysteme, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie Wissenschaftlern des Kompetenzzentrums für IT-Sicherheit (CISPA) der Saar-Uni zusammenarbeiten. Auch die Computerlinguistik ist an dem Antrag beteiligt.



Insgesamt geht es bei der Vergabe in Bonn um viel Geld. Die voraussichtlich 45 bis 50 ausgewählten Projekte können jährlich mit einer Summe von insgesamt rund 385 Millionen Euro rechnen.