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Neu im Landtag
Unabhängigkeit und Bürgernähe sind seine Leitpunkte

Dieter Heckmann ist seit 
25 Jahren in der Kommunalpolitik engagiert.
Dieter Heckmann ist seit 25 Jahren in der Kommunalpolitik engagiert. FOTO: Peter Diersch/SPD-Fraktion
Saarbrücken. Etwas anderes als die SPD wäre für Dieter Heckmann nie infrage gekommen. Geboren in eine Arbeiterfamilie in Sulzbach, tief verwurzelt im Hüttenmilieu. Nach einer Lehre zum Elektroinstallateur machte er auf dem zweiten Bildungsweg das Fachabi­tur und studierte an der FH Wiesbaden Elektrotechnik. Nachts arbeitete er, um sich das Studium zu finanzieren „Wenn man das mitgemacht hat, weiß man, wie wichtig Bildung ist und die Möglichkeit, dass jeder studieren kann“, sagt der heute 58-Jährige. Vor diesem Hintergrund sei es nur konsequent gewesen, 1992 in die SPD einzutreten. Von Ute Kirch
Ute Kirch

Etwas anderes als die SPD wäre für Dieter Heckmann nie infrage gekommen. Geboren in eine Arbeiterfamilie in Sulzbach, tief verwurzelt im Hüttenmilieu. Nach einer Lehre zum Elektroinstallateur machte er auf dem zweiten Bildungsweg das Fachabi­tur und studierte an der FH Wiesbaden Elektrotechnik. Nachts arbeitete er, um sich das Studium zu finanzieren „Wenn man das mitgemacht hat, weiß man, wie wichtig Bildung ist und die Möglichkeit, dass jeder studieren kann“, sagt der heute 58-Jährige. Vor diesem Hintergrund sei es nur konsequent gewesen, 1992 in die SPD einzutreten.


Nach 25 Jahren in der Kommunalpolitik will er sich nun im Landtag für die Bürger stark machen. In das Parlament ist der Sulzbacher vor fast drei Wochen für Christiane Blatt nachgerückt, die zur Völklinger Oberbürgermeisterin gewählt wurde. In der Politik ist Heckmann kein Unbekannter, er ist Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Sulzbach sowie des Stadverbands Sulzbach und hat den stellvertretenden Kreisvorsitz Saarbrücken-Land inne.

Nach Jahren als Projektingenieur für Siemens in Frankfurt nutzte er 1992 die Chance, zurück ins Saarland zu kommen, wo er für Siemens unter anderem bei der Erweiterung der Congresshalle tätig war. Vor 21 Jahren warben ihn die Sulzbacher Stadtwerke ab. Abwasser, Bäderlandschaft bis Parken gehörte zu seinem Spektrum. „Das Schöne daran ist die Bürgernähe“, sagt Heckmann und erinnert sich an Anrufe, weil das Wasser im Schwimmbecken zu kalt gewesen sei. Auch im Vereinswesen bekomme er die akuten Bedürfnisse der Bevölkerung mit. „Die sind manchmal andere, als die Politik denkt“, sagt er. 40 Jahre kickte der Vater von zwei erwachsenen Kindern bei Rot-Weiß Sulzbach, einem Verein, den es heute nicht mehr gibt.



Nun sitzt er in den Ausschüssen für Haushalt, für Petitionen und für Grubensicherheit und Nachbergbau. Mit Controlling kenne er sich aus, auch im Bereich interkommunale Zusammenarbeit will er seine Erfahrungen einbringen. Großen Wert legt Heckmann auf seine Unabhängigkeit, er ist in keiner Gewerkschaft Mitglied. „Mir ist es wichtig, dass ich bei jedem Thema frei entscheiden kann“, sagt er. Als Naturwissenschaftler sei er sachorientiert. „Am besten bin ich mit Argumenten zu überzeugen.“