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Neues Konzept zahlt sich aus

Ein Blick auf den Vergnügungspark auf dem Webenheimer Bauernfest zeigt: Mit dem guten Wetter und dem neuen Konzept können auch die Schausteller eine positive Bilanz der Großveranstaltung ziehen. Foto: Erich Schwarz
Ein Blick auf den Vergnügungspark auf dem Webenheimer Bauernfest zeigt: Mit dem guten Wetter und dem neuen Konzept können auch die Schausteller eine positive Bilanz der Großveranstaltung ziehen. Foto: Erich Schwarz FOTO: Erich Schwarz
Webenheim. Der neue Festzeltwirt Jonas Kirch ist davon überzeugt: Das Webenheimer Bauernfest wird in den nächsten Jahren noch attraktiver. Die Wurzeln des Festes sollen in den Mittelpunkt gerückt werden. Grund für seinen Optimismus ist der Erfolg der diesjährigen Auflage, die heute mit einem Feuerwerk endet. Von SZ-MitarbeiterErich Schwarz

Mit einem großen musikalischen Höhenfeuerwerk bei Einbruch der Dunkelheit schließt heute Abend das 92. Webenheimer Bauernfest. Was in diesem Jahr mit vielen Problemen begann, hat letztlich doch ein gutes Ende genommen. Das Reitervereinsteam noch neu im Geschäft, der Absprung der früheren Festzeltwirtin, kurz vor dem Festbeginn dann die Absage durch den Küchenbetreiber - ein gelungener Feststart sieht anders aus. Aber man zieht den Hut: Obwohl man in vielen Bereichen noch Verbesserungen nachschieben muss, es durchaus noch "Potenzial nach oben" gibt, wie auch der junge Festzeltwirt durchaus analysiert hat: Man ist auf dem richtigen Weg. Das sieht auch Sabine Moschel, Vorsitzende des Reitervereins, so: "Wir haben mit Jonas Kirch und seinem Team die richtigen Partner gefunden, das wollen wir in den nächsten Jahren auch fortsetzen. Und Jonas Kirch, der das Fest "mit Leidenschaft" anging, wird auch in den nächsten fünf Jahren dem Bauernfest erhalten bleiben. Man hat eine weitere Zusammenarbeit festgemacht, "ein Glücksfall für das Webenheimer Bauernfest", wie Martin Satorio mit strahlender Miene unterstreicht. Seit dem zweiten Bauernfest ist seine Familie mit Fahrgeschäften ununterbrochen auf dem Bauernfest gewesen, seit Jahren nun mit einem Autoscooter. "Es musste frischer Wind auf den Bauernfestplatz und ich bin mir sicher, dass mit Jonas Kirch die Wende geschafft werden kann", stellte der Schausteller aus St. Ingbert heraus. Eine der neuen Ideen war die Suche nach dem Bauernkönig oder der Bauernkönigin. Und weil in der Kürze der Zeit viel improvisiert werden musste, kreierte man kurz den Wettbewerb "WSDSB", oder im Volltext "Webenheim sucht den Superbauern". Insgesamt waren sieben Teams am Freitag angetreten, und die Hoffnung so manches Profibauern blieb auf der Strecke. Am Ende setzten sich die Biesinger "Bauern von der Alm" knapp gegen die Webenheimer Feuerwehr durch. Rundballen-Rollen, Wettmelken an einem Gummi-Euter, Strohballen- und Hufeisenwerfen oder ein Schubkarrenparcours waren zu bewältigen. "Es hat allen Teams sehr viel Spaß gemacht, und das ist im nächsten Jahr durchaus noch ausbaufähig", stellte Jonas Kirch heraus.

Es ist ihm ein besonderes Anliegen, immer wieder die Wurzeln dieses Festes auch im Festprogramm widerzuspiegeln. So könnten etwa im nächsten Jahr - dann sind noch keine Sommerferien - auch durchaus landwirtschaftliches Arbeiten im Laufe der Jahrzehnte für Schulklassen als Attraktion an einem außerschulischen Lernort angeboten werden. Pläne gibt es jedenfalls genug, denn nach dem Bauernfest ist für Jonas Kirch vor dem Bauernfest. Dann will man zwar weiter an der Biergarten-Philosophie festhalten, aber das Zelt soll wieder größer werden und mit einer Cocktail-Ecke.

"Ich sammle alle Anregungen, dann werden wir für das kommende Jahr eine neue Konzeption erarbeiten". Neu war am letzten Wochenende auch die Oldtimer-Sternfahrt, die mit knapp über Fahrzeugen für einen ersten Anlauf ein großer Erfolg wurde. Ebenfalls immer wieder ein Erlebnis für die ganze Familie ist die Veranstaltung Faszination Pferd" welche die gesamte Bandbreite der Verwendung dieser Tiere vom Arbeitstier bis zum Sportpferd präsentierte. Heute Abend also nun der fulminante Endpunkt mit dem musikalischen Höhenfeuerwerk gegen 22.30 Uhr.

Mit geschätzten 110 000 Besuchern lag man über dem vergangenen Jahr, was sicherlich auch dem guten Wetter zu verdanken war. "Im nächsten Jahr ist der Vorlauf länger, da wird sicherlich noch einiges besser werden", verspricht Kirch.