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Bis Jahresende haben die Abrissbagger noch zu tun

Ludweiler. Die ehemalige Grubensiedlung in Ludweiler wird noch in diesem Jahr komplett vom Erdboden verschwinden. Das hat Rudolf Krumm, Leiter des Saar-Büros der RAG Montan Immobilien GmbH, jetzt auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung mitgeteilt

Ludweiler. Die ehemalige Grubensiedlung in Ludweiler wird noch in diesem Jahr komplett vom Erdboden verschwinden. Das hat Rudolf Krumm, Leiter des Saar-Büros der RAG Montan Immobilien GmbH, jetzt auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung mitgeteilt. Bis zum Jahresende sollen alle Wohnhäuser der auch als "Kolonie" bekannten Wohnsiedlung, die der Ringweg umschließt, abgerissen sein, auch der marode Kanal soll bis zu diesem Termin zurückgebaut sein.Aktuell werden 16 Häuser der Siedlung abgerissen (wir haben berichtet). Einige wenige Mieter würden noch in anderen Häusern der Siedlung leben, weil die Ersatzwohnungen noch nicht fertig seien, sagte Krumm. "Wir haben allerdings bereits für alle Mieter neue Wohnungen gefunden. Und dabei hat es in jedem Fall eine einvernehmliche Lösung gegeben." Während einige Mieter ganz in der Nähe in Ludweiler untergekommen seien, etwa in der Grubenstraße oder in der Rosseler Straße, seien andere nach Fürstenhausen umgezogen.


Was aus dem frei werdenden Gelände wird, steht nach Krumms Auskunft noch nicht fest. Klar ist lediglich, so teilt er mit, dass die RAG Montan Immobilien GmbH wohl Grundstückseigentümerin bleiben wird. "Wir haben noch keine Idee, was aus dem Gelände werden könnte, das müssen wir jetzt gemeinsam mit der Stadt überlegen", sagt er.

Die Siedlung, in den 1920er Jahren entstanden, hatte beim Kohleabbau unter Ludweiler starke Schäden erlitten. Eine Sanierung der alten Bausubstanz und des ebenso betagten Kanals wäre nach Einschätzung der RAG wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen. al



Foto: Becker & Bredel

 Abbrucharbeiten in der Ludweiler Grubensiedlung - bis Jahresende soll die gesamte Siedlung abgerissen sein. Foto: Jenal
Abbrucharbeiten in der Ludweiler Grubensiedlung - bis Jahresende soll die gesamte Siedlung abgerissen sein. Foto: Jenal