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Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion
Unter Gras und Erde schlummern Stufen

Mannheimer Fußballfans hätten sich offenbar schon liebend gerne am Karsamstag auf den freigelegten Stufen des Völklinger Hermann-Neuberger-Stadions ausgebreitet, um den Sieg ihrer Waldhöfer (0:1) gegen den 1. FC Saarbrücken zu sehen.
Mannheimer Fußballfans hätten sich offenbar schon liebend gerne am Karsamstag auf den freigelegten Stufen des Völklinger Hermann-Neuberger-Stadions ausgebreitet, um den Sieg ihrer Waldhöfer (0:1) gegen den 1. FC Saarbrücken zu sehen. FOTO: Picasa / Andreas Lang
Völklingen. Ausgrabungen der besonderen Art: Der FCS ließ im Hermann-Neuberger-Stadion zugeschüttete und bewachsene Stehplatzstufen freilegen. Von Andreas Lang

Während sich die Regionalligasaison ihrem spannenden Finale nähert, wirft im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion bereits die im Sommer beginnende Saison  ihre Schatten voraus. Oder besser gesagt: ihre Baumaßnahmen.


So wurden die in den vergangenen Jahrzehnten ungenutzten Stehränge auf Püttlinger Seite auf mehreren Quadratmetern frei gelegt. Wichtig für den 1. FC Saarbrücken, der nicht nur sportlich am heiß ersehnten Aufstieg in die Dritte Liga arbeitet. Denn auch diese Ausgrabungen der bislang zugeschütteten und bewachsenen Stehplatzstufen im Völklinger Dreiviertelrund haben mit diesen Arbeiten zu tun. Denn wenn der sportliche Aufstieg gelingt und sich die Molschder für Völklingen als sportliche Heimat bis zur Neueröffnung des Ludwigsparkstadions (aktuell geplant 2020, siehe unten) entscheiden, muss das Völklinger Stadion mindestens 10 000 Zuschauern Platz bieten, um den Segen des Deutschen Fußballbundes (DFB) als Herr über die neue Spielklasse zu bekommen. Und dabei spielt die Püttlinger Kurve eine Rolle, denn sollten die Rangstufen baulich noch in Ordnung sein, wäre hier allerhand Potenzial, mit wenig Geld viel neuen Platz zu schaffen.

Insgesamt fehlen rund 2000 Plätze, um die erforderliche Zuschauer-Kapazität zu erzielen. Allerdings muss auch noch die Sitzplatzquote im Blick behalten werden, denn die ist alleine mit der bestehenden Tribüne auch nicht zu erfüllen.

Als Eigentümer des Stadions kann die Stadtverwaltung aber nur wenig Angaben zu den Bauarbeiten machen. Die Stadt sei informiert, teilt Stadtsprecher Uwe Grieger nur knapp auf SZ-Anfrage mit und verweist ansonsten auf die „Interessen der Stadionnutzer“.

„Es ist ja kein Geheimnis, dass wir einen Bauantrag zum Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion gestellt haben“, antwortet dann auch FCS-Geschäftsführer David  Fischer sofort und bestätigt, der Verein sei Auftraggeber der Freilegungen. Es gehe darum, genau über die Beschaffenheit des Untergrunds Bescheid zu wissen, um dann dem Ergebnis entsprechend weiter planen zu können. Aber: „Das konkrete Ergebnis der Untersuchung liegt uns noch nicht vor.“



Der nächste sportliche Schritt auf Völklinger Boden in Richtung Dritte Liga steht erst Sonntag in einer Woche an. Nach dem Auswärtsspiel kommenden Samstag bei der U23 des VfB Stuttgart kommt am Sonntag 22. April, der bisher punktbeste Verfolger Kickers Offenbach nach Völklingen, Anstoß ist um 15 Uhr.